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Deutschland: 62 Menschen nach Feuer in Keller obdachlos

ALBSTADT-TAILFINGEN (Deutschland): Am Mittwochabend, dem 15. Dezember 2010, um 21.08 Uhr erreicht die Feuerwehr der Alarm. Mit zwei Löschzügen und rund 50 Einsatzkräften rücken die Abteilungen aus Tailfingen, Onstmettingen und Ebingen in die Heusteigstraße an. Was als Kellerbrand gemeldet ist,…

… entpuppt sich als große Rettungsaktion. Denn rund 62 Menschen sind aus den zwei betroffenen Wohnkomplexen zu evakuieren und den Helfer von der DRK-Bereitschaft Tailfingen und dem Rettungsdienst zu übergeben, die sich um die obdachlosen Personen kümmern. Sie finden zunächst Unterschlupf im DRK-Haus in Tailfingen, wo die Betreuungsgruppe des Roten Kreuzes Ebingen die Gestrandeten versorgt und registriert. Sieben Menschen müssen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus.

Bald stellt sich heraus, dass zumindest Teile der beiden großen Wohnhäuser zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bewohnbar sind. DRK-Verantwortliche und die Vertreter der Stadt, die zur Brandstelle geeilt sind, darunter auch Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow, organisieren Notunterkünfte. So kommt ein Teil der Menschen bei Verwandten unter, weitere nächtigen im Obdachlosenheim der Stadt, und andere finden im DRK-Haus für eine Nacht auf eilends aufgebauten Feldbetten zumindest etwas Ruhe und Schlaf. Zuvor hatten Wehr und Rotes Kreuz auch zumindest 20 Menschen von den Balkonen retten müssen, auf die sich diese geflüchtet hatten.

Was den Brand ausgelöst hat, den die Feuerwehr rasch gelöscht hatte, war gestern Nacht noch nicht bekannt. Die Flammen hatten mehrere Kellerräume ergriffen, wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Albstadt, Thomas Daus, informierte. Die Wehrleute durchkämmten noch einmal alle Wohnungen, um wirklich jeden Bewohner aus den Häusern zu holen. Dabei evakuierten sie auch so manches Haustier, etwa Hasen im kleinen Käfigstall. Und einige Menschen eilten selbst auf die Straße, einer sogar mit seinem Hund auf dem Arm. Das DRK war mit rund zehn Fahrzeugen und etwa 20 Helfern vor Ort und sorgte für die Logistik.

Schwarzwälder Bote

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