D: Löscharbeiten in Konstanz nach vier Tagen beendet -> 5 Mio. Schaden
Konstanz (Deutschland): Vier Tage nach dem Großbrand in der historischen Altstadt von Konstanz hat die Feuerwehr am Montagmorgen, 27. Dezember 2010, die letzten Schwelbrände gelöscht.
Die Polizei geht davon aus, dass ein brennender Adventskranz in einem Treppenhaus das Feuer ausgelöst hat. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte am Montag, der Einsatz sei nahezu abgeschlossen. Bislang konnte die Polizei aber noch nicht zur Brandausbruchsstelle vordringen. Rund 50 Einsatzkräfte sind dabei, die umliegenden Gebäude abzustützen. Der Brand hatte am vergangenen Donnerstag, 23. Dezember, ein mittelalterliches Gebäude in der Konstanzer Altstadt zum Einsturz gebracht. Zwei benachbarte Wohn- und Geschäftshäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert wurden schwer beschädigt.
Der Schaden wird auf mindestens fünf Millionen Euro geschätzt. Zwei Hausbewohner im Alter von 73 und 84 Jahren sowie ein Feuerwehrmann wurden leicht verletzt. 54 Menschen verloren ihr Zuhause; sie sind vorübergehend bei Verwandten, Bekannten oder in städtischen Wohnungen untergekommen.
Zwei Gebäude sind noch immer nicht bewohnbar. In ein weiteres Gebäude konnten die Bewohner am Montag wieder zurückkehren, teilte die Polizei mit.
Häuser werden abgestützt:
Nach dem Einsturz des Hauses Hussenstraße 1 am Donnerstagnachmittag sind die Häuser Hussenstraße 3 und Kanzleistraße 19 massiv einsturzgefährdet. Das Haus Hussenstraße 5 ist relativ unbeschädigt, kann aber zum Betreten bzw. zur Räumung erst freigegeben werden, wenn das Haus Hussenstraße 3 gesichert ist. Solange die Einsturzgefahr des Hauses Kanzleistraße 19 noch nicht endgültig abgewendet ist bleibt auch das Haus Kanzleistraße 17 gesperrt. Für die Fußgänger ist der Bereich um das eingestürzte Wohnhaus nicht zugänglich. Die Wessenbergstraße ist ab dem „Kochlöffel“ gesperrt, der Obermarkt ab dem Seiteneingang zur „Malhaus-Apotheke“. Die Kanzleistraße bleibt ab dem Geschäft „Swiss Break“ gesperrt und die Hussenstraße ab dem Seiteneingang zum Rathaus. Zur Zeit sind noch rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz, des THW, der Polizei und der Sanitätsdienste im Einsatz. Insgesamt 54 Personen sind durch den Brand obdachlos geworden. Sie konnten in Ausweichquartieren oder bei Bekannten und Familienangehörigen untergebracht werden. Aus Konstanz und aus ganz Baden-Württemberg haben sich bereits viele Menschen gemeldet, die den vom Brand Betroffenen Hilfe angeboten haben.
