Medien / Fotografen

Deutschland: Feuerwehr machtlos bei brennenden Windrädern

Deutschland: Ab einer Höhe von 55 Metern ist jeder Löschversuch zwecklos – Löschanlagen gibt es nur in neuen Windkraftanlagen.

Löschversuche bei brennenden Windenergieanlagen (WEA) sind meist vergeblich, wie auch die Feuerwehr Norden beim Brand einer Enercon E-70 in der Silvesternacht 2010/2011 feststellen musste.

Hat eine Anlage erst einmal großflächig Feuer gefangen, kann man sie nur noch kontrolliert abbrennen lassen.

Allenfalls Kleinbrände in den Gondeln der WEA könne man noch löschen, so Bodo Bargmann, Ortsbrandmeister der Auricher Feuerwehr. Denn ab Höhen von 30 Metern helfe auch eine Drehleiter nicht mehr weiter. Selbst die neue Drehleiter der Auricher Wehr, die im Mai geliefert werden soll und auf ihrem Gebiet die modernste auf dem Markt sei, so Bargmann, erreiche trotz eines montierten Wasserwerfers höchstens 55 Meter Höhe – wie der Name sagt, hat bereits die E-70 eine Nabenhöhe von 70 Metern.

„Wenn die Gondel der WEA brennt, kann man das Gelände nur noch weiträumig absperren“, sagt Bargmann. Jeder Versuch, durch den Turm zum Brandherd zu gelangen, sei zu gefährlich. Als Richtwert für den abzusperrenden Bereich empfehle sich die eineinhalb- bis zweifache Länge der Anlagenhöhe. Im Falle der E-70 wäre das also mindestens ein Umkreis von 100 Metern, in dem die Gefahr besteht, dass brennende Teile oder gar die Flügel herabfallen.

Problematisch wird es, wenn sich in der Nähe von solchen Anlagen Häuser befinden. „Die muss man dann mit einem Wassernebel belegen oder eine Wasserwand aufbauen“, so Bargmann.

Ostfriesische Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert