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Namibia: Kinder aus Flammeninferno gerettet

Namibia / Afrika: Vier Kinder sind am Montagnachmittag, dem 3. Jänner 2011, aus einem brennenden Haus im Swakopmunder Stadtteil Mondesa gerettet worden, nachdem eine Person schnell gehandelt hatte.

„Die Kinder waren in dem Haus eingesperrt“, sagte Johnny Pearce vor Ort im AZ-Gespräch. Als die Flammen schon in einem Teil des Hauses gewütet hätten, habe er die Schreie der Kinder gehört und zusammen mit einem Freund die Haustür aufgebrochen. „Sie wären sonst verbrannt“, so Pearce. Er zeigte sich empört, da er die Feuerwehr mindestens zehnmal angerufen habe. „Es dauerte bis zu 20 Minuten, bis diese endlich eintraf“, sagte er weiter.

Zwei Wohnhäuser und 10 Hütten niedergebrannt: Laut Swakopmunds Stadtdirektor Eckart Demasius sind bei dem Brand am Montagnachmittag zwei Wohnhäuser und zehn Blechhütten komplett niedergebrannt. Weitere Häuser sowie Blechhütten sind teilweise beschädigt worden. Eine genaue Anzahl der Personen, die dadurch obdachlos wurden, konnte Demasius bislang nicht sagen. Er habe sich noch gestern mit der Bürgermeisterin Rosina //Hoabes getroffen und vorläufige Unterkünfte für die betroffenen Personen abgesprochen. Die Brandursache ist offiziellen Angaben zufolge Kerzenwachs gewesen, den die Bürger zum Polieren des Bodens in ihren Hütten benutzen. Dieser habe sich entzündet. Mehrere Bürger vor Ort gingen aber davon aus, dass ein Ofen beim Kochen in Brand geraten sei. Das Feuer konnte sich wegen des leicht entzündbaren Materials rasant verbreiten. „Jetzt muss ich wieder von ganz unten anfangen“, sagte Paul Tsaraeb der AZ. Sein Backsteinhaus war komplett ausgebrannt. Laut Tsaraeb hat er am genannten Tag mit Freunden und Familie vor seiner Wohnung gesessen und sich unterhalten. „Wir haben hinter meinem Haus Rauch gesehen und als wir diesem nachgingen, sahen wir die Flammen“, so Tsaraeb. Zu diesem Zeitpunkt sei die Feuerwehr bereits informiert gewesen. Er habe zunächst vergeblich versucht, die Flammen mit Eimern voller Wasser zu bekämpfen. „Ich habe nur noch mein Bett und die kleinen Betten meiner Kinder aus dem Haus getragen. Der Rest ging in den Flammen auf“, sagte er mit Tränen in den Augen. Der Wagen seines Schwagers, ein Landrover, der in seinem Hof stand, konnte nicht gerettet werden. Das Auto ist ebenfalls komplett ausgebrannt. „Wir sind sehr glücklich, dass uns nichts zugestoßen ist“, so der Obdachlose weiter. Er habe mit seiner Frau und zwei Kindern in dem Haus gewohnt.

Schaulustige griffen in Feuerwehrarbeit ein: Hunderte Schaulustige aus der Nachbarschaft hatten sich vor Ort versammelt, um den Brand und dann die Löscharbeiten zu beobachten. Während die Feuerwehr mit den Flammen kämpfte, haben sich viele Bürger eingemischt und nach den Schläuchen gegriffen, um zuerst ihre eigene Hütte zu retten. „Die Leute verstehen nicht, dass wir zuerst den Brand unter Kontrolle bekommen müssen, bevor wir die kleineren Feuer löschen können“, sagte ein Feuerwehrmann. Der Brandwache wurde das Feuer um 16.35 Uhr zum ersten Mal gemeldet.

AZ Nachrichten

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