Medien / Fotografen

Deutschland: Undichte Gasleitung erschwerte Löscharbeiten

Dortmund (Deutschland): Vier Verletzte forderte in der Nacht zu Samstag, 15.1.2011, ein Kellerbrand in der Nordstadt, der die Feuerwehr bei den Löscharbeiten wegen einer undichten Gasleitung vor besondere Probleme stellte.

Um 22.48 Uhr war die Feuerwehr am Samstagabend von einem Hausbewohner wegen Brandgeruchs aus dem Keller alarmiert worden. Als die ersten Feuerwehrkräfte wenig später an dem Mehrfamilienhaus in der Stollenstraße eintragen schlugen ihnen bereits hohe Flammen aus den Kellerfenstern entgegen.

Einige Bewohner hatten das Haus schon selbstständig verlassen. Sechs Personen wurden mit Fluchthauben durch das verrauchte Treppenhaus von der Feuerwehr gerettet. Nach einer notärztlichen Untersuchung vor Ort wurden insgesamt vier Personen mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert, unter ihnen auch eine 23-jährige schwangere Frau.

Vor besondere Probleme wurde die Feuerwehr bei der Bekämpfung des Feuers gestellt. Denn durch die enorme Hitze war auch eine Gasleitung im Keller undicht geworden.

Das Problem: Bis das Gas abgesperrt war durfte die Flamme nicht gelöscht werden, um eine unkontrollierte Ausbreitung der Gase und eine damit verbundene Explosion zu verhindern. Zunächst wurde deshalb nur das Umfeld um die heiße Gasflamme abgelöscht und mit Wasser ständig gekühlt.

Lüfter im Einsatz
Mit Lüftern musste der Keller erst soweit rauchfrei gemacht werden, dass die Einsatzkräfte das Absperrventil für die Gasleitung im Keller finden und schließen konnten. Nach dem Absperren der Gasleitung verlosch die Flamme dann von selbst.

Durch die extrem hohen Temperaturen hatte sich das Feuer bis in eine Erdgeschoßwohnung ausgebreitet. Insgesamt dauerte der Einsatz so mehr als vier Stunden. Gut 60 Feuerwehr-Leute waren im Einsatz, darunter auch von Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr (Eving, Lanstrop, Groppenbruch, Hombruch und Lütengdortmund).

Es entstand nach Angaben der Feuerwehr ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Die Brandursache wird durch die Polizei ermittelt.

Ruhrnachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert