Deutschland: Großbrand in Studentenwohnheim in Bingerbrück
Bingerbrück (Deutschland): Ein Brand im Studentenwohnheim der Evangelischen Kirchengemeinde Bingerbrück hat am späten Freitagnachmittag, 11.2.2011, zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt.
Aus bislang ungeklärter Ursache brach gegen 16.35 Uhr ein Feuer im ersten Stock des Altbaus des Gebäudetraktes aus, das rasch auf benachbarte Zimmer übergriff und von Einsatzkräften der Feuerwehren aus Bingen und Bingerbrück bekämpft wird. Ob Personen zu Schaden gekommen sind, ist noch unklar. 17 Menschen sind in diesem Haus gemeldet.
Als der Notruf gegen 16.30 Uhr bei der Feuerwehr eingeht, steht der erste Stock des Gebäudes bereits lichterloh in Flammen. Dichter schwarzer Rauch quillt aus den Fenstern und hüllt den benachbarten Kirchturm und die umliegenden Gebäude in dunkle Wolken, die bis in die Binger Innenstadt ziehen. Während die Feuerwehr mit Hochdruck gegen den Brand vorgeht und den Flammen sowohl vom Boden als auch aus der Luft zu Leibe rückt, haben sich etliche Schaulustige in den angrenzenden Straßen versammelt.
DRK- und Malteser-Rettungsdienst sind im Einsatz und versorgen die Feuerwehrmänner, Mitarbeiterinnen der Evangelischen Kirchengemeinde organisieren Übernachtungsmöglichkeiten und Kleidung für die sichtlich schockiert wirkenden FH-Studenten, deren Hab und Gut Opfer der Feuersbrunst geworden ist. Sie stammen aus Kamerun und China. „Wir waren in der Küche und plötzlich hat es angefangen zu brennen. Dann war überall Rauch“, berichtet ein Student aus Kamerun. Laut seiner Auskunft haben sieben Personen im ersten Stock gewohnt.
Ein Augenzeuge, der im Nachbargebäude wohnt und den Notruf abgesetzt hat, erzählt im Gespräch mit der AZ von Hilfeschreien, die kurz nach 16.30 Uhr zu vernehmen waren. „Ich bin dann sofort rüber zur Wohnung gelaufen, aber da war schon überall Rauch. Er vermutet, dass wohl eine Frau vermisst werde.
Feuerwehr-Einsatzleiter Marco Umlauf konnte am Freitagabend noch nichts Genaues sagen, „wahrscheinlich ist das Feuer im ersten Stock des Gebäudes ausgebrochen“. Noch konnte kein Feuerwehrmann ins Innere vordringen, „wir haben das Dach geöffnet und konnten somit das Feuer aufhalten“. Ob ein technischer Defekt Ursache des Brandes ist? Umlauf: „Das ist nicht auszuschließen. Bis Mitternacht haben wir hier mit Sicherheit noch zu tun.“ Auch müsse noch abgeklärt werden, ob tatsächlich alle 17 Personen, die in dem Haus leben, das Wohnheim verlassen haben.
