Südtirol: Lkw fliegt 30 Meter durch die Luft -> Bergung in Einzelteilen
Südtirol: Am Mittwoch, 16.2.2011, ereignete sich ein schier unglaublicher und spektakulärer Lkw-Unfall im Villanderer Oberland.
Ein mit Baumaterial beladener Lkw war gegenüber vom Rothhof, etwas oberhalb des Hotels „Sambergerhof“, auf schneebedeckter Straße ins Rutschen geraten und über eine Geländekupp in ein Waldstück gestürzt. Die schnell zur Unfallstelle geeilten Rettungsdienste waren erfreut, den Fahrer des Unfall-Lkws, Roberto Grisotto, gebürtig aus Belluno, unverletzt anzutreffen. Nach einem Ortsaugenschein und den Erklärungen des Fahrers zum Unfallhergang zeichnete sich ab, dass trotz Totalschaden am Fahrzeug, der Unfall glimpflich ausgegangen war. Die Feuerwehr sicherte die Stelle im Wald mit dem zerbeulten Lkw ab. Die Wehrmänner hatten Mühe, auf dem eisigen steilen Waldboden diese Arbeiten auszuführen.
Zum Unfallhergang: Der 44-jährige Roberto Grisotto war mit seinem mit Baumaterial, unter anderem Spezialzement für Unterböden, beladenen Lkw Richtung Villanderer Oberland unterwegs. Es schneite leicht, die Straßen waren rutschig, dichter Nebel behinderte die Sicht. Nebel war auch der Grund dafür, dass der ortsunkundige Grisotto die Baustelle beim Mitterhofer übersah und Richtung Villanderer Alm fuhr. Nach dem Hotel „Sambergerhof“ geriet der Lkw auf dem ersten Steilstück der Almstraße ins Rutschen.
Grisotto merkte, dass er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und sprang geistesgegenwärtig aus der Kabine, als der Laster der Firma „S.T.S.“ aus dem Trentino von der Straße auf die steile Wiese abrutschte. Dabei blieb er glücklicherweise unverletzt.
Was dann geschah, ist fast unvorstellbar: Der Lkw glitt über die abschüssige, mit einem Zentimeter Schnee bedeckten rutschige Wiese Richtung Wald. Ohne sich quer zu stellen oder umzukippen, sauste der Laster 400 Meter mit hoher Geschwindigkeit auf den Waldrand zu.
Über eine Geländekuppe flog das Fahrzeug 25 bis 30 Meter durch die Luft auf eine Baumgruppe zu. Der rund 30 Tonnen wiegende Lkw krachte mit Ladung in die Bäume, brach mehrere Bäume, darunter eine 50 bis 60 Zentimeter dicke Fichte, wie Streichhölzer. Der Lkw donnerte zu Boden. Ein großer Baum stürzte durch den Aufprall auf den Lkw.
Die Bergung des Wracks ist vermutlich erst nach dem Tauen des Bodens und der Zerlegung des Lkws in Einzelteile möglich.
