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Deutschland: „Feuerwehrrente ist unsozial und ungerecht“

Ihlow (Deutschland): Der Vorsitzende des Bau- und Feuerwehrausschusses der Gemeinde Ihlow, Theodor Wilts, kritisiert die Pläne der Stadt Aurich, eine Feuerwehrrente einzuführen. Es entstehe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sagt er. Die Gemeinden könnten sich das nicht leisten.

Eine Feuerwehrrente ist nach Meinung von Theodor Wilts unsozial und ungerecht. Der SPD-Politiker und Vorsitzende des Bau- und Feuerwehrausschusses der Gemeinde Ihlow, spricht sich strikt gegen die Pläne der Stadt Aurich aus, für Feuerwehrleute eine Altersversorgung einzuführen. „Dann bekommen wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft“, sagte er. Für die Gemeinden sei es schier unmöglich, so etwas zu finanzieren.

Wilts ist selber Feuerwehrmann in Simonswolde. „In den Wehren wird viel über die Pläne in Aurich gesprochen“, weiß er. Alle befürchteten eine Ungleichbehandlung. Die Feuerwehrleute in den anderen Kommunen machten doch keine schlechtere Arbeit, setzten auch ihr Leben aufs Spiel. Er selber sei in die Feuerwehr gegangen, um Menschen zu retten, Tiere und Güter zu bergen.

In Ihlow gebe es 182 aktive Feuerwehrleute, das seien 70 über dem Soll. In den Jugendfeuerwehren bereiten sich schon wieder 60 junge Leute auf eine aktive Zeit vor. „Ich denke, wir werden keine Nachwuchssorgen haben“, so Wilts, der seine Genossen im Auricher Rat zum Umdenken auffordert. Bei der Feuerwehr zählten die Kameradschaft und die Freiwilligkeit. Dazu passe keine Feuerwehrrente. „Ehrenamt muss Ehrenamt bleiben, sonst funktioniert das nicht.“ Er warnte davor, die Feuerwehrrente im Wahlkampf auf dem Rücken der Feuerwehr auszutragen. Das sei der völlig falsche Weg. „Hut ab vor der CDU in Aurich, die die Rente ablehnt“, so Wilts, auch wenn es nicht seine Partei sei.

Ostfriesen Zeitung

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