Oö: FF Wels 2010 -> Fw-Mann des Jahres / Redakteur des Jahres und Co

Wels (Oö): Nicht eine der „größten“ sondern eine der „produktivsten“ Freiwilligen Feuerwehren Mitteleuropas, wie Branddirektor Humer anmerkte, blickte am Freitag den 25. März 2011 auf das vergangenen Jahr zurück.
Im Rahmen der Vollversammlung wurde einerseits der Rechenschaftsbericht des abgelaufenen Einsatzjahres präsentiert und andererseits Angelobungen, Beförderungen, Ernennungen sowie Auszeichnungen durchgeführt.

Feuerwehrmann des Jahres 2010
Bereits im 8. Jahr in Folge wurde ein Feuerwehrmann der FF Wels vor den Vorhang geholt und erhielt die Ehrung „Feuerwehrmann des Jahres“. Florian Mairhuber hat im vergangenem Jahr die meisten Atemschutzeinsätze und -übungen absolviert, ist als Jugendhelfer sehr engagiert und tritt dieses Jahr zur sogenannten „Feuerwehrmatura“ dem FLA Gold an.
Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber
Jedes Feuerwehrmitglied geht einem Zivilberuf nach um seine Existenz und seine Familie oder Partner zu sichern. Viele Welser Arbeitgeber schätzen die Arbeit der Freiwilligen Feu-erwehr der Stadt Wels und unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Ausübung des Ehrenamts. Die Unternehmer geben ihren Mitarbeitern Urlaubstage für die Ausbildung an der Landes-feuerwehrschule und lassen ihre Mitarbeiter zum Einsatz, wenn es betrieblich möglich ist.
An den Werktagen wird tagsüber mit dem Kapital Mannschaft sehr sorgsam umgegangen. In nur 33 Fällen wurden die Kameraden im vergangenen Jahr vom Arbeitsplatz zu Einsätzen alarmiert. Dies ist durch ausgezeichnete Organisationsstrukturen der FF Wels möglich. Mit der Aktion feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber will die Feuerwehr die Unternehmer mit „ins Boot“ holen und nicht vor den Kopf stoßen. Bereits seit 5 Jahren werden Unternehmen als „feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Besonderer Dank gilt dieses Jahr der Firma Dipl.Ing. ROUS GmbH, vertreten durch Engelbert Rous und der Abteilung Städtische Betriebe des Magistrates der Stadt Wels mit Leiter SenR. Dr. Erwin Kröpl.
Feuerwehrfreundliches Unternehmen
Viele Unternehmen sind der Feuerwehr wohl gesonnen. Dieses Jahr bedanken wir uns bei der Firma Silbergasser, vertreten durch Herrn. Mag. Michael Silbergasser, welcher die Welser Wehr und den Oldtimerverein bei der Fahrzeugtechnik sehr untersützt. Weiters bedanken wir uns bei unserem langjährigen Kooperationspartner in Sachen Fitness, dem Injoy Wels, vertreten durch Dagmar und Melanie Dorner.
Die Überreichung der Auszeichnungen nahm der Branddirektor der Stadt Wels Ing. Franz Humer, MSc vor. „Die Zusammenarbeit der regionalen Wirtschaft mit der Freiwilligen Feuer-wehr stellt eine wichtige Basis für die Zukunft und für die Sicherheit dar“ erläuterte Komman-dant Humer.
Feuerwehrfreundlicher Redakteur
Die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr ist ein wichtiger Baustein eines funktionierenden Marketings. Die Welser Feuerwehr ist auf einem sehr guten Weg, wie auch immer wieder bestätigt wird. In dieser Form ist die Öffentlichkeitsarbeit jedoch nur mit tatkräftiger Unterstützung von Medienvertretern möglich. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels zeichnet jährlich den „feuerwehrfreundlichen Redakteur“ aus. Für seine jahrzehntelange und kooperative Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurde nun Wolfgang Ortner als feuerwehrfreundlicher Redakteur ausgezeichnet. Wolfgang Ortner arbeitete bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr in der Öffentlichkeitsarbeit am Magistrat der Stadt Wels. Zuvor war er Chefredakteur bei der Welser Zeitung.
Einsatzgeschehen
Die Feuerwehr ist Risikohandlanger. Das Einsatzgeschehen ist ereignisorientiert und nicht planbar. Dies unterscheidet die Blaulichtorganisation von anderen Einrichtungen. Die Kame-raden tragen rund um die Uhr ihren „Pager“ und sind abrufbereit.
In einer Pressekonferenz wurde bereits am 24. Jänner über das Einsatzjahr 2010 berichtet. So mussten im vergangenen Jahr 2.253 Gesamteinsätze abgeleistet werden. Jedoch wurden die Kameraden nur in 33 Fällen von ihrem Arbeitsplatz weggerufen. Es kam dadurch zu einer wesentlichen Entlastung des Spannungsfeldes Arbeitsplatz (Arbeitgeber + Wirtschaft) und Feuerwehr.
Wir investieren in die Zukunft – wir investieren in unsere Jugend
Die Retter von morgen wurden mit einer neuen Dienstbekleidung ausgerüstet. Es wurde besonderer Wert auf die Funktionalität und vor allem auch auf die Sicherheit gelegt. Sicherheitsschuhwerk und geprüfte Helme sind die Herzstücke der neuen Anschaffungen.

Feuerwehr 2030 –> Zukunft Feuerwehr
Die Hausaufgaben sind gemacht. Die Arbeitsgruppe befindet sich nun in der Umsetzungsphase. Nach dem Was wird nun das Wie erarbeitet. Wichtig dabei ist immer das Beziehungsdreieck.
Mannschaft + Zeit + Kapital sind die Schlüsselfaktoren für einen flächendeckenden Brand- und Katastrophenschutz in Oberösterreich.
Kapital Mannschaft
Aufbauend auf eine anonyme Mitgliederbefragung im Jahr 2004 wurden in der Welser Feuerwehr Arbeitsgruppen geschaffen. Die Arbeitsgruppe Mannschaft beschäftigt sich mit der Auslegung des „Miteinanders“ und der sozialen Rolle innerhalb einer Feuerwehr. Aus jedem Zug ist ein Vertreter in dieser Arbeitsgruppe. Es werden Prozesse bzw Leitfäden definiert, um das Miteinander und die Identifikation zu stärken.
Das wichtigste Kapital ist die Mannschaft. Es wird mit jedem Mitglied ein Fördergespräch durchgeführt, wie in einem Unternehmen werden die Erwartungen und Ziele jedes einzelnen besprochen um ihn individuell fördern zu können.
Weiters wurde eine Arbeitsgruppe Ausbildung geschaffen. Die Ausbildung soll zielgruppenorientiert erfolgen. Somit sollen Synergien und Zeit- sowie Ressourcen geschont werden.
Wir brauchen dein Feuer – erfolgreiche Mitgliederwerbung
Die Kampagne „Wir brauchen dein Feuer“ ist ein voller Erfolg! Innerhalb eines Kalenderjahres konnte die FF Wels 15 neue Mitglieder aus allen Berufsschichten für den Aktivstand gewinnen. Zusätzlich wurden 12 Kinder für die Feuerwehrjugend gewonnen. „Wir suchen weiter! Melde dich und bringe deine Kompetenzen in das System ein. Die einzigen Voraussetzungen sind der gute Wille anderen zu helfen und die allgemeine Gesundheit“ so der Aufruf des Branddirektors.
Besonders erfreulich war die zahlreiche Teilnahme hoher Vertreter aus der Politik, Wirtschaft und aus den befreundeten Einsatzorganisationen.
Abschließend merkt BD Humer noch an
• Wir brauchen das Feuer der Mitglieder
• Wir brauchen das Feuer der Politiker
• Wir brauchen das Feuer der Wirtschaft
