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Bayern: Waginger Feuerwehr kämpfte sich am Gardasee wieder auf die „Bastione“

WAGING AM SEE (BAYERN): An einem Feuerwehr-Wettbewerb der „besonderen Art“ nahm die Waginger Feuerwehr kürzlich am Gardasee teil. Die Vigili del fuoco Riva del Garda, also die Freiwillige Feuerwehr aus Riva organisierte am nördlichen Ende des Gardasees bereits zum vierten Mal einen internationalen Wettkampf, der in seiner Art wohl einmalig ist.

Atemschutzgeräteträger mussten ihre Leistungsfähigkeit und Willenskraft beweisen, um die „Bastione“, einen Teil einer ehemaligen venezianischen Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert, mit kompletter Schutzausrüstung zu erreichen. Erschwerend kam hinzu, dass dieses Burganlage etwa 150 Meter oberhalb des historischen Stadtkerns von Riva liegt und nur über einen Panorama-Aufzug oder Fußweg erreichbar ist. Genau über diese Schienenstrecke des Aufzuges führte die Wettkampfstrecke des „LiFt on Fire“. Start war im Stadtzentrum am „Piazza III Novembre“ direkt am historischen Hafen.

Der freundschaftliche Kontakt der Waginger zur Feuerwehr in Riva besteht schon seit einigen Jahren. Alles begann im Jahr 2022 mit einer mehrtägigen gemeinsamen Bootsführer- und Wasserretterausbildung am Gardasee. Dabei galt es verschiedenste Bootsübungen und -manöver gemeinsam mit den italienischen Freunden zu trainieren. Der Kontakt zwischen den beiden Feuerwehren aus dem Trient und dem Rupertiwinkel ist seitdem nicht abgerissen und immer wieder fanden Gegeneinladungen zu verschiedensten Veranstaltungen statt. Natürlich gab es auch einen Austausch von Gastschenken zwischen den befreundeten Feuerwehren.

Bei dem Wettbewerb waren 150 Höhenmeter, 500 Gleismeter und nicht zu unterschätzende 600 Stufen mit einem angeschlossenen Atemschutzgerät, sowie dem Feuerwehrschutzanzug mit Helm und Stiefel – und somit einem zusätzlichen Gewicht von etwa 25 Kilogramm – zu meistern! Wohlgemerkt bei einer Steigung von teilweise über 90 Prozent. Waren es im ersten Jahr der Veranstaltung noch 134 Teilnehmer, so waren es dieses Jahr rund 300 Feuerwehrmitglieder aus 19 Ländern, unter anderem aus den USA, Kanada, Deutschland, Österreich, England, Frankreich, Slowenien, Kroatien und vielen weiteren europäischen Staaten.

Von der FF Waging am See waren Michaela Böhr, Oliver Böhr, Andreas Ostermann und Andreas Zahnbrecher die erfolgreichen Teilnehmer. Parallel zum Wettbewerb entstand auf der Piazza III Novembre das „Fire Village“ – ein Treffpunkt für Touristen, Familien und Interessenten an der Feuerwehrarbeit. Dort konnte das Rennen live auf einer Großbildleinwand verfolgt werden. Auch Infostände von Fachfirmen konnten besucht werden und an kulinarischen Spezialitäten mangelte es nicht. Auch moderne und historische Fahrzeugtechnik konnte man begutachten. Bis in die Nacht gab es dann Festivalstimmung mitten in der Altstadt von Riva.

Es gibt eine richtige Wettkampf-Gemeinschaft internationaler Feuerwehren, welche an derartigen Bewerben teilnimmt. Aber nicht nur die vier Wettkämpfer aus dem Rupertiwinkel waren am Gardasee vor Ort, sondern natürlich auch Schlachtenbummler aus der Heimat, welche die Athleten lautstarkt anfeuerten und unterstützten. Mit den Platzierungen der Waginger Teilnehmer im Mittelfeld konnte man sehr zufrieden sein und deren Leistung ist sehr hoch anzurechnen wenn man bedenkt dass man als Atemschutzträger im „normalen“ Feuerwehreinsatz schon gefordert ist.

Freiw. Feuerwehr Waging am See

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