Deutschland: Mann stirbt bei Zimmerbrand in Düsseldorf
Düsseldorf (Deutschland): Ein 71-jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Bagelstraße in Pempelfort ist nach ersten Ermittlungen erstickt, als in seinem Wohnzimmer ein Brand ausbrach. Die Feuerwehr durchsuchte das ganze Haus.
Diese Nacht werden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Bagelstraße in Pempelfort so schnell nicht vergessen: Durch großes Glück und die Aufmerksamkeit eines Mitbewohners wurde ein Brand in der Wohnung eines 71-Jährigen entdeckt, bevor er auf weitere Teile des Hauses übergreifen konnte. Der 71-Jährige jedoch kam durch das Feuer ums Leben. Vermutlich ist er erstickt.
Nach ersten Angaben der Feuerwehr alarmierte ein 35-Jähriger aus einem der oberen Stockwerke die Retter. Als diese eintraf, war schnell klar, dass es in der Wohnung des 71-Jährigen brannte. Da er nicht reagierte, verschaffte man sich sofort Einlass – und fand den Mann auf dem Boden des Wohnzimmers liegend vor. Das Zimmer brannte bereits komplett, sagte ein Sprecher am 12. April 2011.
Der Mann wurde geborgen, aber der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Weitere Untersuchungen sollen nun klären, wie genau er zu Tode gekommen ist. Es scheint Hinweise darauf zu geben, dass er einen Schwächeanfall erlitt, möglicherweise eine Herzattacke, und das Bewusstsein verlor. Durch eine dabei zu Boden fallende Zigarette wurde nach Einschätzung der Feuerwehr das Feuer ausgelöst, das sehr schnell die gesamte Einrichtung des Wohnzimmers entflammte. „Der Raum stand komplett in Flammen, als wir eintrafen,“ sagte der Feuerwehrsprecher gestern.
Da das Treppenhaus des Gebäudes stark verraucht war, konnten die Brandbekämpfer nur in Atemschutzausrüstung vorrücken. Währen ein Trupp das Feuer bekämpfte, kontrollierte der andere die Wohnungen des Hauses. Von den insgesamt 17 Wohnungen des Hauses mussten fünf gewaltsam geöffnet werden, um möglicherweise schlafende Bewohner vor den Gefahren durch den Rauch zu warnen und in Sicherheit zu bringen. Der 35-Jährige, der den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert hatte, musste über die Drehleiter von außen geborgen werden, weil seine über dem Brandherd liegende Wohnung durch den dichten Qualm nicht mehr zu erreichen war. Von dem Mann abgesehen wurden bei dem Feuer keine anderen Menschen verletzt.
Das Haus wurde nach dem Einsatz mit speziellen Geräten „entraucht“, die Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. Die Feuerwehr setzte bei dem Einsatz, der nachts um 0.37 Uhr begonnen hatte, zwei Löschzüge mit insgesamt 30 Mann Besatzung ein. Den Sachschaden schätzen die Fachleute der Feuerwehr auf rund 50.000 Euro.
