Ktn: Großbrände in Velden und Villach
Velden/Villach (Ktn): Zwei große Brände hielten die Feuerwehren in der Nacht auf Sonntag, dem 1. Mai 2011, in Kärnten in Atem.
In Velden brannte ein Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern nieder und in Villach-Maria Gail geriet ein Teil der Baumax-Filiale in Brand.
Extreme Rauchentwicklung
Gegen fünf Uhr meldete sich der erste Anrufer bei der Feuerwehr in Villach und sprach von einem Großbrand bei der Baumax-Filiale in Maria Gail. Es wurde Alarmstufe 3 ausgelöst. Die 120 Einsatzkräfte hatten beim Eintreffen am Brandort mit extremer Rauchentwicklung zu kämpfen, sie konnten teilweise nur mit schwerem Atemschutz arbeiten.
„Brandkatastrophe nur knapp entkommen“
Durch den raschen Einsatz konnte ein Ausbreiten der Flammen auf die Geschäftsflächen verhindert werden. Einsatzleiter Harry Geissler von der Hauptfeuerwache Villach: „Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes einer großen Brandkatastrophe entkommen. Wir haben mehrere, umfassende Löschangriffe – sowohl am Dach, als auch im Lagerbereich – gestartet. Dadurch konnten wir den Brand rasch unter Kontrolle bringen und das Übergreifen der Flammen auf den Innenraum verhindern. Der Baumarkt ist somit in großen Teilen erhalten geblieben.“
Brandursache und Schadenshöhe ungeklärt
Wodurch das Feuer ausgelöst wurde stand vorerst nicht fest. Auch die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden. Die Brandermittler werden noch am Sonntag ihre Arbeit aufnehmen. Derzeit kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.
Wirtschaftsgebäude und Nebengebäude eingeäschert.
Bereits um 2.43 Uhr wurden in Velden vier Feuerwehren zu einem Großeinsatz gerufen. Ein Wirtschaftsgebäude in Unterwinklern, in dem sich kein Vieh befand, war in Brand geraten. Die Besitzer konnten sich bereits vor Eintreffen der Feuerwehren in Sicherheit bringen. Einsatzleiter Manfred Brugger: „Wir haben geschaut, dass wir die Nachbargebäude und das Wohnhaus schützen. Die Wasserversorgung war ein bisschen knapp, aber wir konnten auf Tankwägen zurückgreifen. Gott sei Dank sind keine Personen zu Schaden gekommen.“
Das Wirtschaftsgebäude samt einiger Landmaschinen und ein Nebengebäude waren nicht mehr zu retten. Der Schaden wird mit knapp 100.000 Euro beziffert.
