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Deutschland: Und Klo sorgt bei Feuerwehr für Stress

Rottweil-Neutra (Deutschland): Die Teilortwehr Neufra will endlich eine neue Toilette. Der Grund: Als das Feuerwehrhaus 1970 gebaut wurde, bekam es wegen des schmal bemessenen Treppenaufgangs nur ein kleines, sehr eingezwängtes WC. Damals störte das niemanden.

Vier Jahre später richtete in dem Gebäude die Burgnarrenzunft noch ihre Zunftstube ein. Die Narren zogen in den damals leer stehenden Handarbeitraum im Feuerwehrhaus ein.

Inzwischen, nach über 40 Jahren, hat sich Vieles verändert, nur das kleinliche WC nicht, obwohl zwischenzeitlich auch eine Frau in den Reihe der Feuerwehr Dienst tut. Abteilungskommandant Armin König: „Es ist über 15 Jahre her, als wir bei der damaligen Ortschaftsverwaltung eine Besserung forderten. Geschehen ist nichts.“ Anno 2008, in der Festschrift „125 Jahre Feuerwehr“ heißt es wörtlich: „Einen Wunsch hat die Feuerwehr Neufra noch im Jubiläumsjahr, und zwar die dringende Beseitigung des sanitären und unhygienischen Zustandes im Feuerwehrhaus (nur ein WC für Männer und Frauen).“

Auch daraufhin sei wieder nichts passiert, so Abteilungskommandant König. Dabei deutet er auch auf die notwendige gesetzliche Regelung hin, die „man uns mit Bestandschutz auszureden versucht“. Somit verlieren die Floriansjünger langsam die Geduld und schrecken auch nicht mehr davor zurück, was die Narren befürchten: Die Narrenstube für einen Toiletten-Neubau vorzuschlagen.

Dass ein Toiletteneinbau im Obergeschoss des Feuerwehrmagazins in besagtem Narrenstüble die schlechteste Lösung wäre, ist allen Beteiligten klar. Dennoch, so ist das Kommando der Feuerwehr auf Grund jahrelangen Vertröstens sauer, bleibe bald keine andere Lösung mehr. Scherz macht Ängste deutlich

Zum 1. Mai machten ein paar Scherzkekse beim Feuerwehrhaus am Bachrain den Konflikt um das stille Örtchen dann deutlich: Eine hinter Fichtengrün angebrachte Dachrinne am Pissoir, davor der Hinweis: „Das neue Feuerwehr WC?“, darunter ein Schild mit der Aufschrift „Narrenzunft adee, Da Bach na… Da Bach na… Mit Kummer und mit Sorga Des isch die Zunft von morga…Narri Narro“. Der Demonstration noch nicht genug, lag im Wasser eine Art Arche mit der Aufschrift „Narren-Noah“, die unmissverständlich die „mit viel Liebe ausgebaute, gemütliche Narrenstube“ verdeutlicht, die, geht es nach dem Wunsch der Beteiligten, „nicht dem Einbau von Sanitäranlagen zum Opfer fallen“ darf.

Die am Bach beim Feuerwehrhaus installierte Kulisse zum jahrelangen Toiletten-Thema in Neufra wurde im Verlauf der Woche Dorfgespräch. Mittlerweile macht die Geschichte vom jahrelang belassenen kleinlichen Klo wie ein Lauffeuer die Runde. Darüber hinaus wurde bekannt, dass sich Ortsvorsteher Willy Schaumann bereits mit Feuerwehr und Burgnarrenzunft an den Tisch gesetzt und davon gesprochen hat, sich um eine schnelle Lösung des WC-Problems zu kümmern, wie er sagte. Noch vor den Ferien will er eine Planskizze einschließlich Kostenaufstellung haben und vorlegen können. Danach soll dann die Finanzierung Gesprächsthema sein.

Ortschaftsverwaltung, Burgnarren, Feuerwehr und die gesamte Neufraer Vereinsgemeinschaft plädieren nun für eine Toilettenanlage im Erdgeschoss des FFW-Magazins, das beispielsweise beim Dorffest oder ähnlichen Festlichkeiten auch mal als öffentliche WC-Anlage benützt werden kann.

Schwäbische.de

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