Deutschland: Millionenschaden bei Großfeuer im Cumberland-Haus
Charlottenburg (Deutschland): Um 12.07 Uhr ging am Freitag, dem 13. Mai 2011, bei der Feuerwehr der Notruf ein. Großbrand im Haus Cumberland in Charlottenburg. Der Stolz des Kudamms in Flammen!
Seit April wird das prächtige Gebäude saniert, entstehen Luxus-Wohnungen, Büros und Restaurants. Unter dem Dach des Vorderhauses waren Bauarbeiter damit beschäftigt, Rohre auszubauen, Dielen und Balken zu sägen. Plötzlich Funkenflug, Flammen. Der Einsatz des Feuerlöschers kann die Katastrophe nicht mehr stoppen. Der Dachstuhl brennt auf 500 Quadratmetern!
Die Feuerwehr war schnell mit zehn Staffeln vor Ort. 130 Brandbekämpfer, 15 Löschwagen, drei Drehleitern (mit einer Höhe von bis zu 30 Metern), zwei Rettungswagen.
Immer wieder schlugen hohe Flammen aus dem Dach, eine riesige Rauchsäule verdunkelte den Kurfürstendamm und die angrenzenden Straßen. Um 14.04 Uhr schien die Lage übersichtlich. „Es gibt aber noch Brandnester, die beobachtet werden müssen“, so ein Feuerwehrmann zur B.Z. Um 17.34 Uhr stiegen dann erneut dicke Rauchwolken auf, weitere 150 Quadratmeter Dachstuhl hatten Feuer gefangen. Das technische Hilfswerk wurde daraufhin unterstützend hinzugezogen.
Investor: „Absolute Katastrophe“
Eine Brandwand verhinderte zum Glück das Übergreifen der Flammen auf das gesamte Gebäude. Nur der vordere Teil des Cumberland war betroffen.
Dennoch – der Schaden geht in die Millionen. Investor Dirk Germandi (47) eilte vom Golfplatz zum Kurfürstendamm. Und war im Gespräch mit der B.Z. sichtlich geschockt: „Das ist eine absolute Katastrophe.“
Zwei Bauarbeiter erlitten eine Rauchgasvergiftung, kamen ins Martin-Luther-Krankenhaus. Einem Feuerwehr-Mann platzte der Schlauch, flog gegen seinen Unterarm, ein Kollege quetschte sich die Hand am Korb der Drehleiter.
Am Sonnabend, 14. Mai 2011, sollen am Cumberland, Standsicherheit vorausgesetzt, die Sicherungsarbeiten beginnen, das Dach muss abgedeckt werden. Nach Informationen des Cumberland-Sprechers David Eckel ist das Wasser bis ins dritte Obergeschoss eingedrungen, soll aber den künftigen Wohnbereich nicht beschädigt haben. 80 Prozent der Luxus-Apartments sind bereits verkauft, sie sollen wie geplant ab 2013 bezugsfertig und beim Brand nicht beschädigt worden sein. Inwieweit sich nun die Fertigstellung des Vorderhauses (dort sollen Büros und Restaurants entstehen) verzögert, war am Freitag noch nicht klar.
