W: Kellerbrand -> Rauchgasvergiftung bei drei Personen
Wien (W): Aus unbekannter Ursache war im Keller eines Hauses in der Voltagasse im Gangbereich, Gerümpel in Brand geraten.
Bei unserem Eintreffen war das Stiegenhaus der Stiege 20 verraucht und die Zugangstüre zum Keller versperrt. Durch das Rüstlöschfahrzeug „Am Spitz“ wurde der Brand, der zum Zeitpunkt des Vorgehens der Besatzung „Am Spitz“ bereits fast verloschen war, mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht. Das Brandgut wurde ausgeräumt und im Innenhof des Gemeindebaues abgelegt. Zeitgleich wurde das Stiegenhaus durch die Besatzung des Rüstlöschfahrzeuges „Strebersdorf“ kontrolliert und mit Unterstützung des Hochleistungslüfters der Drehleiter „Floridsdorf“ gelüftet.
Bei unserem Eintreffen warteten bereits drei Personen, die nach eigenen Angaben durch das Stiegenhaus geflüchtet waren und Rauchgas inhaliert hatten, vor der Stiege. Die drei Personen wurden sofort vom zeitgleich mit uns eingetroffenen Rettungsdienst übernommen und versorgt. Im Zuge der Stiegenhauskontrolle wurden in der Wohnung 8 ebenfalls 3 Personen angetroffen, die sich ebenfalls im verrauchten Stiegenhaus aufgehalten haben. Die Bewohner der Wohnung 8 wurden zur weiteren Kontrolle ebenfalls an den Rettungsdienst übergeben.
In weiterer Folge wurden folgende Wohnungen der Stiege 20 kontrolliert:
EG: 1, 2, 4 / 1.OG: 8 / 2.OG: 9 / 3.OG: 14), wobei in keiner der Wohnungen eine Verrauchung festgestellt werden konnte. Die restlichen Wohnungen wurden teilweise durch gekippte Fenster von aussen mittels Drehleiter „Floridsdorf“ kontrolliert, wobei ebenfalls in keiner Wohnung eine Verrauchung gesichtet werden konnte. Die angrenzende Stiege 21 wurde ebenfalls vom Rüstlöschfahrzeug „Strebersdorf“ kontrolliert, wobei im obersten Stockwerk ebenfalls eine Verrauchung vorlag. Bei näherer Kontrolle wurde festgestellt, dass sich der Rauch durch eine geöffnete Verbindungstür im Dachboden, von der Stiege 20 dorthin ausgebreitet hatte.
Bei einigen Wohnungen der Stiege 21 waren Bewohner anwesend. Diese Wohnungen wurden kontrolliert und ebenfalls keine Verauchung festgestellt. Im Keller der Stiege 21 lag ebenfalls eine Verrauchung vor, der Keller wurde mittels dem Ringlüfter des Rüstlöschfahrzeug „Strebersdorf“ belüftet.
Die Stiege 19 wurde vom Rüstlöschfahrzeuges „Am Spitz“ kontrolliert, wobei keine Gefährdung durch verschleppten Brandrauch vorlag, lediglich im Keller wurde eine leichte Verrauchung wahrgenommen. Der Keller wurde durch Öffnen der Fenster entraucht.
Da eine massive Beschädigung des Zählerbereichs und der Steigstränge der Stiege 20 vorlag, wurde zur Kontrolle die „Wien Strom“ verständigt. Von der „Wien Strom“ wurde die Zuleitung zur Stiege getrennt und diese damit zur Gänze spannungsfrei geschalten. Aufgrund der im Brandbereich verlaufenden Gasleitung, wurde die gesamte Gasanlage der Stiege 20 durch das von uns angeforderte Gaswerk gesperrt. Sämtliche anwesenden Wohnparteien, sowie die zuständige Hausbesorgerin wurden über die gesetzten Maßnahmen informiert, wobei keine der Wohnparteien angab, eine Ersatzwohnung zu benötigen.
