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Deutschland: Leistungsvergleich -> Simulierte Einsätze mit Rauch und Toten

Münster (Deutschland): Bei der Feuerwehr-Rallye treten 23 Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr an zwei Tagen gegeneinander an. Unter den prüfenden Blicken der Berufsfeuerwehr werden unterschiedliche Einsatzszenarien durchgespielt. Die Konkurrenz soll die Feuerwehrmänner zu Höchstleistungen motivieren.

Aus dem Keller eines Wohnhauses kriecht beißender Rauch. Eine Person wird vermisst. Was genau sie dort unten erwartet, wissen die Einsatzkräfte des Löschzuges 12 der freiwilligen Feuerwehr nicht. Diese Situation könnte jeden Tag genau so eintreten. Doch diesmal ist es eine Übung. Die ist Teil der Feuerwehr-Rallye, bei der sich die münsterschen Freiwilligen-Löschzüge am Samstag (Anfang Juni 2011) miteinander messen.

„Möglichst realistisch“

„Es ist unser Anspruch, dabei möglichst realistisch zu sein“, sagt Erich Boog, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Münster. So sei zum Beispiel der etwa 75 Kilo schwere Körper der Puppe, die bei dieser Übung als Verletzter zum Einsatz komme, gewichtsmäßig einem durchschnittlichen Erwachsenen nachempfunden. Für den Löschzug 12 läuft die Rettung dieses „Verletzten“ schnell und reibungslos. Nach wenigen Minuten ist die Person geborgen, das Feuer gelöscht – alles unter den wachsamen Augen des Jurors von der Berufsfeuerwehr.

Adrenalinspiegel steigt

Bei der Feuerwehr-Rallye treten alle 23 Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr Münster an zwei Tagen gegeneinander an. Dass man dabei unter realistischen Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien üben könne, sei ein Vorteil dieser Veranstaltung, sagt Michaela Kreye, Feuerwehrfrau im Löschzug Amelsbüren. „Natürlich hat man bei solchen Übungen immer im Bewusstsein, dass es nicht wirklich um Menschenleben geht“, sagt Kreye. „Aber der Adrenalinspiegel steigt trotzdem.“ Und natürlich entwickle jeder Löschzug auch den Ehrgeiz, zu den besten und schnellsten zu gehören.

Herzinfarkt auf Dach

An insgesamt fünf Stationen müssen die Feuerwehrleute an diesem Samstag ihr Können beweisen. So geht es beispielsweise um die Rettung eines Dachdeckers, der nach einem Herzinfarkt leblos auf einem Garagendach liegt und mittels Leiter geborgen werden muss. Bei einem anderen Übungseinsatz müssen die Feuerwehrleute einen tonnenschweren Laster mithilfe pneumatischer Kissen um fünf Zentimeter anheben – natürlich darf das Fahrzeug dabei nicht umkippen.

„Neugierige erwünscht“

„Bei unserer Rallye sind auch Neugierige ausdrücklich erwünscht“, sagt Feuerwehrfrau Kreye. „Jeder darf zuschauen und Fragen stellen.“ Solche Übungen seien gute Gelegenheiten, um die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr für die Bürger sichtbar zu machen und einen Einsatz hautnah mitzuerleben. Und deshalb seien auch beim zweiten Teil der Feuerwehr-Rallye am 9. Juli (Samstag) Schaulustige herzlich willkommen.

Müntersche Zeitung

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