Stmk: FuB Einsatz im Katastrophengebiet voll angelaufen
Oberwölz (Stmk): 10. Juli 2011 – Eine Vielzahl von Feuerwehren und eine Tausendschaft an Feuerwehrmitgliedern hat seit Donnerstagnachmittag einmal mehr bewiesen, wie notwendig und wichtig die Ressourcen eines flächendeckenden Systems mit entsprechend guter Ausrüstung sind.
„Das Sicherheitsnetz der Feuerwehren, so wie wir es auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene kennen und uns auch darauf verlassen, braucht neben den handelnden Menschen, das nötige Gerät und die bedarfsgerechte Ausstattung“, betonte Landesfeuerwehrkommandant LBD Albert Kern vor kurzem beim Landesfeuerwehrtag in Frohnleiten.

Dieses „sich unbedingte verlassen können“ haben die steirischen Feuerwehren eindrucksvoll aufgezeigt (und tun es nach wie vor): mit 1.000 FeuerwehrkameradInnen und 16.000 freiwilligen und unentgeltlichen Einsatzstunden im Großraum „Wölzertal“ schreiten die Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet heute Nachmittag und morgen bzw. in den kommenden Tagen auf Hochtouren fort. Aufgeteilt auf sechs Einsatzabschnitte (exkl. Niederwölz) arbeiten sich die Einsatzkräfte von Haus zu Haus vor und erfüllen einen Einsatzauftrag nach dem anderen. Am Montag, den 11. Juli 2011, wird die Unterstützung von Pionierkräften des ÖBH erwartet.

Das öffentliche Verständnis, dass die „Feuerwehr“ in Notlagen immer da ist und hilft, wird seitens der Einsatzkräfte bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit – ohne Wenn und Aber – erfüllt.

Rückmeldungen von Landeshauptmann Mag. Franz Voves sowie dem 1. LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer bei der KAT-Sitzung in Oberwölz, der örtlichen Bürgermeister, die mit den Auswirkungen des katastrophalen Unwetterereignisses konfrontiert sind, unterstreichen das hohe Sicherheits- und Hilfebedürfnisbedürfnis der zahlreich betroffenen Gemeindebürger und zeigen sich über den massiven Feuerwehreinsatz hinsichtlich Mannschaft und notwendigem Gerät aus den Bezirken Murau, Judenburg, Radkersburg, Voitsberg, Feldbach, Knittelfeld und Leoben sehr dankbar.

Die hohe Qualität und massive Quantität, mit denen sich das steirische Feuerwehrwesen – seit Donnerstag durchgehend – im Schadensgebiet im „Wölzertal“ für die Betroffenen einsetzt, sind ein nachhaltiger Beitrag, das Feuerwehrwesen leistungsfähig zu erhalten und auch in der öffentlichen Wahrnehmung zukunftsfähig zu machen.
Ehrenamtliches Engagement ist das wohl größte Kapital unserer Zivilgesellschaft. Die Feuerwehren sind zweifelsohne ein Vorbild für Freiwilligenarbeit, das zeigt auch das diesjährige Jahresthema der Europäischen Union.

Danke den Spendern
Seitens der Einsatzleitung unter dem Kommando von Helmut Vasold, Bezirksfeuerwehrkommandant von Murau, wird allen großzügigen Lebensmittelspendern gedankt. Neben Spenden aus der Privatbevölkerung sei im Besonderen die Bäckerei Hager aus Murau erwähnt, die den Einsatzkräften kostenlos Semmeln und Brot liefert. Seitens der Fa. Rieser aus dem Bezirk Judenburg ist eine großzügige Getränkespende getätigt worden.

Zeltfest abgesagt
Seitens der Freiwilligen Feuerwehr Oberwölz, unter dem Kommando von Bernhard Gitschthaler, wird mitgeteilt, dass das für das kommende Wochenende geplante 3-Tages-Zeltfest (15.-17.Juli 2011), ersatzlos gestrichen wird. Die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr werden auch in den nächsten Tagen im Katastropheneinsatz stehen – und wollen sich ausschließlich dem Helfen der örtlichen Bevölkerung widmen.

Aktuelle Meldung
Wie soeben von der Einsatzleitung mitgeteilt, wird auch am kommenden Montag eine FuB-Einheit in das Schadensgebiet abkommandiert. Bezirk und Mannstärke werden gesondert festgelegt werden; das ist dann Tag 4 des FuB-Einsatzes.

