Technisch

Stmk: Mammut-Einsatz nach Unwetter-Katastrophe im Wölzertal

Steiermark: Bei der Jahrhundert-Unwetter-Hochwasserkatastrophe im „Wölzertal“, die Donnerstagnachmittag – 7.7.2011 – über vier Gemeinden hereingebrochen ist, standen bisher mehr als 1.500 Feuerwehrleute aus der Steiermark in über 20.000 freiwilligen Stunden im Katastropheneinsatz.

Heute, 11. Juli 2011, unterstützte der Bezirksfeuerwehrverband Bruck mit 135 Mann und 26 Fahrzeugen aus 19 Feuerwehren die lokalen Einsatzkräfte. Die Hauptaufgabe der FuB/KHD-Kräfte aus Bruck stand in der Wiederherstellung von öffentlicher Infrastruktur (Straßen- und Kanalreinigung) bzw. waren FuB-Züge zur Beseitigung der Schlammmassen vor bzw. bei Privathäusern eingesetzt. Mit schwerem Gerät der Feuerwehren wurden auch landwirtschaftliche Geräte aus den Schlammmassen geborgen.

Die Arbeiten, welche von den Feuerwehrkräften bis dato zu erledigen waren, sind am besten mit dem Wort „Schlammschlacht“ zu charakterisieren. Die Einsatzkräfte wateten durch bis zu knietiefen (und höher) Schlamm und Morast, den die massiven Wassermassen in Oberwölz-Stadt, Oberwölz-Umgebung, Niederwölz und Winklern zurück gelassen hatten. An den Gebäuden in diesem Gebiet sind schwerste Schäden entstanden.

Um der betroffenen Bevölkerung im Katastrophengebiet helfen zu können, haben sich viele Feuerwehrmitglieder Urlaub genommen. Viele verständnisvolle Arbeitgeber stellten FeuerwehrkameradInnen jedoch auch für den Katastropheneinsatz frei. Ihnen gilt im Namen der Katastrophenopfer der aufrichtige Dank des Bezirksfeuerwehrkommandos Murau.

Feuerwehr-Einsatzleiter Helmut Vasold (Bezirksfeuerwehrkommandant Murau): „Die Feuerwehrkräfte haben bereits vielen Menschen in der Katastrophenregion helfen können und ihnen so Mut, Hoffnung und Zuversicht gegeben. Mit bestens geschulten Feuerwehrmitgliedern und entsprechend modernem technischen Gerät wurde effiziente Hilfe geleistet. Allen eingesetzten Feuerwehrkräften aus Murau sowie den Bezirken Judenburg, Radkersburg, Voitsberg, Feldbach, Leoben, Knittelfeld und Bruck ein aufrichtiges Danke!“

Der Bezirksfeuerwehrverband Deutschlandsberg wird morgen, Dienstag – 12. Juli 2011 – mit 100 Mann und 18 Fahrzeugen (hauptsächlich Tanklöschfahrzeuge und Mannschaftstransportfahrzeuge mit „Mann und Schaufel“) um 05.30 Uhr von Deutschlandsberg aus zum FuB/KHD-Einsatz ins „Wölzertal“ abfahren und gegen 08.00 Uhr im Bereitstellungsraum der Feuerwehrkräfte eintreffen. Hier erfolgt die Zuweisung der Einsatzstellen und im direkten Anschluss die Aufnahme der Hilfeleistung.

Auch LR Hans Seitinger besuchte heute das Katastrophengebiet und war erschüttert über das Ausmaß dieser Hochwasserkatastrophe. Mit dem Abschluss des insgesamt 5. Einsatztages nach der Katastrophe am morgigen Dienstag wird der FuB/KHD-Einsatz der steirischen Feuerwehren – nach derzeitigem Informationsstand – beendet werden, so ferne sich keine zum Nachteil reichende Lageänderung ergibt. Die örtlichen Feuerwehren aus dem Bezirk Murau verbleiben in Zusammenarbeit mit den Pionierkräften des ÖBH auch in den kommenden Tagen und Wochen im Einsatz.

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