Technisch

Nö: Bei Tiefenbohrung für Erdwärme Gasblase in Erla angebohrt

St. Pantaleon (Nö): Zu einem gefährlichen Zwischenfall ist es am Montagnachmittag, dem 25. Juli 2011, in Erla, Bezirk Amstetten gekommen. Bei einer Erdwärme-Tiefenbohrung ist man in etwa 99 m Tiefe auf eine große Methangas-Blase gestoßen, was einen massiven Gasaustritt zur Folge hatte.

Der Bereich wurde von den Feuerwehren sofort großräumig abgesperrt. Ein Haus sowie angrenzende Baustellen wurden sofort evakuiert. Problematisch sei, dass derzeit niemand wisse, wie groß die unterirdische Blase sei und wie lange Gas daraus ausströmen wird. Das Bohrloch könne außerdem derzeit nicht abgedichtet werden, weil der Bohrer noch darin stecke und aufgrund der Explosionsgefahr nicht bewegt werden kann.

In der Erstphase standen die Feuerwehr Erla, St. Valentin und der Schadstoffberatungsdienst vom NÖ Landesfeuerwehrkommando im Einsatz. Zur Stunde steht die FF Erla im Einsatz und sichert das Bohrloch großräumig ab.
Es wurde eine etwa 200 m große Absperrzone eingerichtet, auch Messungen werden ständig durchgeführt, da akute Explosionsgefahr herrscht. Dienstagfrüh werden Experten das Bohrloch begutachten und die weitere Vorgehensweise besprechen.

26.07.2011 07.15 Uhr: Die FF Erla war die ganze Nacht im Einsatz und führt ständig Messungen durch, nach über 17h herrscht noch immer akute Explosionsgefahr an der Einsatzstelle. In den nächsten Stunden werden Experten am Einsatzort erwartet, erst dann kann man abschätzen, wie lange der Einsatz noch andauern wird.

26.07.2011 15:00 Uhr: Mit einer Spezialflüssigkeit, einem Wasser-Salz-Gemisch, konnten die am Unglücksort eingetroffenen Experten der OMV das Gasleck abdichten. Ab etwa 14.00 Uhr war der Gasaustritt aus dem Bohrloch gestoppt. „Das in 130 Metern Tiefe ausströmende Gas wurde dadurch nach unten gedrückt“, sagte OMV-Bohrexperte Wilhelm Sackmeier.

26.07.2011 19:00 Uhr: Bis 22.00 Uhr hält die Feuerwehr weiterhin Bereitschaft, bis dahin wird alle 30 Minuten gemessen, ob auch weiterhin kein Gas ausströmt. „Es ist eine reine Sicherheitsmaßnahme, die Kontrollen bis zum Aushärten des Zements noch durchzuführen“, sagt Einsatzleiter Gerhard Haider von der FF Erla.

Bezirks-Feuerwehrkommando Amstetten

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