Nö: Gasblase in Erla angebohrt -> Weiterhin akute Explosionsgefahr
St. Pantaleon (Nö): Explosionsgefahr herrscht nach wie vor in Erla in der Gemeinde St. Pantaleon im Bezirk Amstetten. Bei einer Tiefenbohrung für die Heizung eines Einfamilienhauses wurde eine Gasblase getroffen – jetzt strömt bereits seit Stunden hochexplosives Methangas aus dem Bohrloch.
„Derzeit führen wir weiter stündlich Messungen durch, wir sichern die Einsatzstelle ab und warten eben auf die Spezialisten von der OMV, die dann versuchen werden, das Bohrloch abzudichten. Sie sind derzeit – Morgen des 26. Juli 2011 – unterwegs zum Einsatzort“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Gerhard Haider Dienstagfrüh.
Sicherheitsradius auf 200 Meter ausgeweitet: Bereits ein kleiner Funke in der unmittelbaren Nähe des Bohrloches könnte zu einer Explosion führen. Die ganze Nacht über haben daher Feuerwehrmänner das abgesperrte Gebiet bewacht und regelmäßig Gasmessungen durchgeführt. So lange ein leises Rauschen zu hören ist, tritt Methangas gemeinsam mit Grundwasser aus. Besonders kritisch war die Situation Montagabend, da war die Gaskonzentration besonders hoch und zu diesem Zeitpunkt hat man auch den Sicherheitsradios von 100 auf 200 Meter vergrößert.
Keine Gefahr für die Bevölkerung: Da in der Nähe des Bohrlochs nur zwei Rohbauten und ein evakuiertes Einfamilienhaus stehen, besteht laut Feuerwehrkommandant Josef Fuchsberger keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Wie das Bohrloch wieder verschlossen werden kann ist allerdings auch noch nicht klar, sagte Feuerwehrkommandant Josef Fuchsberger: „Es gibt nur wenige Sachverständige in Österreich, die mit solchen Problemen vertraut sind“, sagte Fuchsberger.
Einsatzkräfte relativ spät alarmiert: Das Gasblasen angebohrt werden kommt im Bezirk Amstetten gut ein bis zwei mal im Jahr vor, meist verflüchtigte sich das Gas rasch, das könnte auch der Grund sein, dass die Alarmierung der Einsatzkräfte relativ spät erfolgte. Laut Augenzeugen soll bereits gegen 10 Uhr vormittags Gas aus dem Bohrloch getreten sein, die Feuerwehr wurde erst vier Stunden später alarmiert.


