Stmk: Bürgermeister zeigt die eigene Feuerwehr wegen neuer Fassade an!

Traboch (Stmk): Ein Bürgermeister, der Kameraden seiner eigenen Feuerwehr Traboch-Timmersdorf sowie den Ortspfarrer von Traboch bei der BH Leoben anzeigt, ist erschreckend.
Grund seiner Anzeige: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Traboch-Timmersdorf haben die Fassade ihres Rüsthauses erneuert. Ortspfarrer Robert Schneeflock und der freischaffende Künstler Reinhard Heiland haben sich bereiterklärt, unentgeltlich die Neugestaltung, des vor 25 Jahren aufgemalten Hl. Florians zu übernehmen.

Das Feuerwehrhaus VORHER
Auszug seiner Anzeige: An der Aufschrift „Freiw. Feuerwehr Traboch-Timmersdorf“ wurden im Zuge dieser Arbeiten die Größe der Schrift (Schrift wurde verkleinert), der Anbringungsort des Schriftzuges (weniger zentral bzw. weiter seitlich) und die Farbe der Schrift (früher Schwarz, nunmehr Blau) geändert. Ebenfalls geändert wurde laut Anzeige des Bürgermeisters von Traboch die Darstellung des heiligen Florian unterhalb des Schriftzuges „Freiw. Feuerwehr Traboch-Timmersdorf“ in der Farbgebung. Während die bisherige Darstellung des heiligen Florians in blaugrauen Farbtönen gehalten war, ist die derzeitige bzw. innerhalb des Tatzeitraumes abgeänderte Darstellung des heiligen Florians teilweise in leuchtender gelber, oranger, blauer und roter Farbe gehalten, sodass die Darstellung des heiligen Florians vor dem Hintergrund der nunmehr grauen Farbe der restlichen Fassade klar erkennbar ist.

Das Feuerwehrhaus NACHHER
Das die Freiwillige Feuerwehr für diese Renovierung 691 Stunden ihrer Freizeit opfert, die Renovierung durch Sponsoren mit minimalsten Kosten durchgeführt wird und die Mitglieder dafür privat wegen Beihilfe angezeigt werden, ist herabwürdigend. Darüber hinaus müssen die Kameraden ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse bekannt geben. Gerade im Jahr der Freiwilligen fragt man sich: „Hat man das nötig?“
Kommandant HBI Johannes Prein hat sich nach dem offiziellen Amtshelfer für Österreich „Bauen und Wohnen“ gehalten. Dort ist zu lesen: Geringfügige bzw. anzeige- und bewilligungsfreie Bauvorhaben sind: Maßnahmen zur Instandhaltung, Verbesserung und Sanierung wie beispielsweise Fassadenrenovierung, Geräteschuppen, Tausch von Türen und Fenstern, Kompostieranlagen etc.
Zusätzlich ist auch im Landes-Feuerwehrgesetz Steiermark verankert, dass die Feuerwehr für die Erhaltung der Feuerwehrgerätschaften und Fahrzeuge sowie des Feuerwehrhauses verantwortlich ist.
Diese Anzeige seitens des Bürgermeister hat sicher mit seiner gescheiterten Zwangszusammenlegung der beiden Ortsfeuerwehren zu tun. Die Streitigkeiten zwischen der Gemeinde und der FF Traboch-Timmersdorf dauern schon Jahre. Ausschlaggebend ist das vom Bürgermeister gewünschte und von der Landesregierung (Fachabteilung der 7A) um 40% zu groß beurteilte sowie das vom Landesfeuerwehrkommandanen A. Kern als „Monsterprojekt“ bezeichnetes Rüsthaus, dass die FF Traboch-Timmersdorf nie haben wollte. Deswegen Nichthaben wollte, weil es der FF Traboch-Timmersdorf keinen einzigen Vorteil bringt.
Im Hilferuf an unseren Feuerwehrreferenten Landeshauptmann Franz Voves steht geschrieben: Hier geht es nicht um Baubewilligungen und Anzeigen wegen Renovierungsarbeiten und Fassadenfärbelungen. Es ist doch offensichtlich, dass dies eine ausnahmslose „TROTZAKTION“ seitens des Bürgermeisters ist, um uns weiterhin zu schikanieren und uns immerwährend schlecht zu machen. Wo hat es denn schon so was gegeben, dass der Bürgermeister seine eigene Feuerwehr und auch den Ortspfarrer anzeigt, weil diese ohne Gemeindemittel und in Eigenleistung das Rüsthaus renoviert und modernisiert und so ganz nebenbei auch das Ortsbild damit verschönert? Kann ein Bürgermeister tun und lassen was er möchte und die Freiwilligkeit einfach mit Füßen treten! Und sind wirklich ALLE machtlos bei solchen Politikern, wo das Eigeninteresse im Vordergrund steht?
Wir sind 365 Tage im Jahr für die Gemeinde und für die Bevölkerung in Bereitschaft. Wir rücken bei Tag und Nacht aus. Wir leisten jährlich rund 10.000 freiwillige Stunden. Wir meistern jährlich rund 70 bis 100 Einsätze. Wir retten und schützen Menschen und Wertgegenstände. Wir sind bei Katastropheneinsätzen, wie kürzlich in Oberwölz helfend dabei und das ist der DANK? Für das stehen wir sprichwörtlich bis zum Hals im Schlamm und leisten unentgeltliche Stunden. Schaufeln Dreck und helfen Anderen. Sparen durch Eigenrenovierungen und werden dafür vom EIGENEN Bürgermeister ANGEZEIGT!
Bericht Zusammenlegung auf der Homepage der FF Traboch
Rüsthaus-Neubau bringt feurige Debatte (hier auf Fireworld.at)
