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Nö: Feuerwehrfest mit gerichtlichem Nachspiel -> Polizei beschuldigt Fw

Sieghartskirchen (Nö): Das Feuerwehrfest Kogl hat ein Nachspiel. Die Polizei macht Florianis für nächtliche Randale mitverantwortlich.

„Wir haben 100 Mal gewarnt, aber die Feuerwehr war nicht bereit, einen professionellen Ordnerdienst einzusetzen“, so ein Ermittler der Polizei. Schon in der Nacht von Freitag, 19., auf Samstag, 20. August 2011, gab es am Feuerwehrfest Kogl Ausschreitungen. Was sich in der darauf folgenden Nacht abspielte, bezeichnet er als „die Hölle“: 15 bis 20 Jugendliche ließen ihrer Zerstörungswut freien Lauf, wobei sie u. a. auch Klomuscheln aus dem WC-Wagen herausrissen. Bei einem Pkw wurden Radmuttern gelockert. Zwischen Kogl und Sieghartskirchen wurden Begrenzungspfeiler und Verkehrsschilder ausgerissen.

Auch Körperverletzungen wurden zur Anzeige gebracht. Ein Mädchen wurde im Gesicht und im Genitalbereich so übel zugerichtet, dass es im Krankenhaus behandelt werden musste. Am Sonntag wurde ein Unfall mit Personenschaden und Alkoholisierung des Lenkers, der das Fest besucht hatte, gemeldet. Fast alle Randalierer sind der Polizei bekannt. Sie kommen aus der näheren Umgebung.

Dass es überhaupt so weit kommen konnte, ist laut Gruppeninspektor Hermann Höchtl der Feuerwehr selbst zuzuschreiben. „Man wollte kein Geld für Securitys ausgeben.“ Robert Sprengnagl, Sprecher der FF Kogl, ist entsetzt über die Anschuldigungen und weist jede Schuld von sich. „So wie in den vergangenen Jahren, wo immer alles ruhig verlaufen ist, haben wir auch diesmal einen Sicherheitsdienst aus eigenen Reihen aufgestellt“, so Sprengnagl, der bestürzt ist von der Gewaltbereitschaft der Jugend. „Doch eine professionelle Security ist kein Allheilmittel. Die können auch nicht überall sein.“

Bei künftigen Festen will man auf Barbetrieb, der das jugendliche Publikum anspricht, verzichten und die Kontrollen verschärfen. Sprengnagl rechnet auch damit, dass ein professioneller Ordnertrupp vorgeschrieben wird.

NÖ Nachrichten

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