Stmk: Heustockbrand in Flatschach

Flatschach (Stmk): In den frühen Morgenstunden des 9. September 2011 gegen 05:18 Uhr kam es aus noch unbekannter Ursache zu einer starken Rauchentwicklung in einem Heustock eines Wirtschaftsgebäudes in Flatschach.
Noch während der Erkundung durch den Einsatzleiter, Hauptbrandinspektor Andreas Stürzl, wurde die Feuerwehr St. Margarethen mit dem Heuwehrgerät sowie die Feuerwehr Spielberg mitalarmiert. Bevor die Messung der Wärme im inneren des Heustocks begann, versuchte die Feuerwehren Flatschach und Spielberg ein Aufflammen mittels doppelten Brandschutz zu verhindern.

Das dies die richtige Entscheidung war, zeigten ein paar Minuten später die Messergebnisse des Heuwehrgerätes. Die Messung wies einen Wert von über 90 Grad Celsius auf, welches bedeutete, dass der etwa fünf Meter hohe Heustock jede Sekunde zu brennen beginnen könnte und somit die Flammen auf das Wirtschaftsgebäude überschlagen könnten.

Im diesem Zuge wurden die Feuerwehren Knittelfeld, Betriebsfeuerwehr ATB Spielberg, Sachendorf, Bischoffeld nachalarmiert. Um ein ungewolltes und unkontrolliertes Aufflammen zu verhindern, wurde der Heustock von innen mittels Lanzen und von außen mittels C- und Hochdruckrohren mit Wasser und Schaum geflutet. Um tiefer in den Kern, wo sich die Glutnester befanden, so rasch und so behutsam wie möglich vordringen zu können, wurde der circa 5 Meter Heustock abgetragen und ins Freie transportiert.

Um im Falle des Falles den Schaden so gering wie möglich zu halten, wurden vorsichtshalber die Tiere von der Feuerwehr und dem Besitzer evakuiert. Insgesamt kämpften über 90 Feuerwehrmänner über mehrere Stunden freiwillig und ehrenamtlich erfolgreich gegen den Heustockbrand in Flatschach und konnten somit einen Millionenschaden verhindern.
Bezirks-Feuerwehrverband Knittelfeld

