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D: Wechsellader-Konzept sorgt bei Gemeinde für Skepsis

Dießen (Deutschland): Der Fahrzeugpark der Dießener Feuerwehr könnte in den nächsten Jahren grundlegend umgebaut werden. Das sieht das sogenannte Wechselladerkonzept des Landkreises vor, das nach Landsberg und Kaufering nun auch in Dießen umgesetzt werden soll – sofern der hiesige Gemeinderat damit einverstanden ist.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Kommandant Robin Ederer das Konzept vor, doch im Gremium überwogen die skeptischen Stimmen. Bedenken wurden dabei vor allem gegen den Bau einer neuen Fahrzeughalle laut.

Sinn des Wechselladerkonzepts ist, den Bestand an Einsatzfahrzeugen zu verringern. Auf zwei Trägerfahrzeugen könnten verschiedene Abrollcontainer für unterschiedliche Zwecke der technischen Hilfeleistung gestellt werden. In einem ersten Schritt, so Ederer, würde der Landkreis zunächst ein solches Fahrzeug und einen Abrollbehälter für die Ölschadensbekämpfung in Dienst stellen. Diese könnte anstelle eines 30 Jahre alten Löschfahrzeugs und ähnlich alter Ölschaden-, Pulverlösch- und Ölsperrenanhänger rücken. Als weitere Container könnten dann beispielsweise Transportmulden und Löschwassertanks beschafft werden. Um immer einsatzbereit zu sein, seien aber zwei Trägerfahrzeuge notwendig.

Für all das reiche jedoch der Platz im Gerätehaus nicht aus. Die Feuerwehr schlägt deshalb vor, drei weitere Stellplätze in einer einfachen Stahlhalle an der Eduard-Gabelsberger-Straße zu errichten. Dies müsste die Gemeinde tun, die Kosten würden jedoch laut Ederer annähernd durch staatliche Zuschüsse gedeckt, wenn man sich für eine einfache Stahlhalle entschiede.

Dagegen wandten sich jedoch mehrere Gemeinderatsmitglieder. Franz Sanktjohanser (offener Kreis) bezweifelte die Rechnung Ederers. Edgar Maginot (CSU) missfiel „eine primitive Stahlhalle mitten im Ort“ und Antoinette Bagusat (Dießener Bürger) kritisierte, dass einem solchen Bau Parkplätze beispielsweise für die Musikschule wegfielen. Ihr Fraktionskollege Roland Kratzer warnte vor den auf die Gemeinde zukommenden laufenden Kosten. Diese betreffen aber nicht nur das Gebäude, der Landkreis möchte nämlich auch den Unterhalt für die von ihm zu beschaffenden Fahrzeuge auf die Standortgemeinde abwälzen. Das lehnte jedoch Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) strikt ab: „Die Ausrüstung wird für überörtliche Aufgaben benötigt, dann soll auch der Unterhalt beim Landkreis bleiben, es ist schon genug, wenn wir das Personal dafür zur Verfügung stellen.“
Eine Entscheidung traf der Gemeinderat noch nicht.

Augsburger Allgemeine

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