Nö: FF Raxendorf -> AP-Löscheinsatz absolviert

Raxendorf (Nö): Am Samstag, den 27. November 2011, haben zwei Gruppen der Feuerwehr Raxendorf die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz in Bronze erfolgreich abgelegt.
Bereits bei der Jahreshauptversammlung Anfang des Jahres wurde beschlossen, heuer die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz zu absolvieren. Da sich unsere Feuerwehr bis dahin noch keiner Prüfung gestellt hatte, war dies ein wichtiges Ziel des neu gewählten Kommandanten Christian Strauß. Ende September war es dann so weit. Mit einer schulenden Vorführung der Feuerwehr Trandorf begann die Vorbereitung für die Ausbildungsprüfung (Bericht). Bevor wir uns auf den Prüfungstermin einigten, übten die Gruppen einige Male, um abzuschätzen, wie viele Übungen für eine erfolgreiche Prüfung benötigt werden.
Die Gruppen trafen sich am Prüfungstag bereits am Vormittag, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Um zirka 12:30 Uhr traf auch das Prüfungsteam unter der Führung von Hauptprüfer VI Franz Riegler ein. Auch Vertreter der Gemeinde (Bürgermeister Johannes Höfinger), des Bezirksfeuerwehrkommandos Melk (VI Mühlbacher Hermann), des Abschnittsfeuerwehrkommandos Pöggstall (Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Barth Erwin) und der Nachbarfeuerwehr Trandorf (OBI Gölß Erwin) waren anwesend.
Somit konnten die Ausbildungsprüfungen am Sportplatz in Raxendorf beginnen!
Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen:
Die Gerätekunde: Jeder Teilnehmer zieht eine Karte mit einem Gerätenamen. Bei geschlossenen Geräteräumen muss anschließend mit der Hand die genaue Position des gezogenen Gerät gezeigt und die Funktion erklärt werden.
Wissenstand Überprüfung: Je nach Funktion und Einteilung werden verschiedene Themen geprüft.
• Der Atemschutztrupp unterzieht sich einer Erste-Hilfe-Prüfung. Rautegriff, Notfallcheck und Stabile Seitenlage müssen von den Atemschutzgeräteträgern erklärt und praktisch vorgeführt werden.
• Schlauchtrupp und Wassertruppmann stellen sich der Knotenkunde. Hier müssen verschiedene Knoten erklärt und praktisch vorgeführt werden.
• Der Melder setzt eine Ausrückemeldung an die Bezirksalarmzentrale ab und der Gruppenkommandant muss anhand verschiedener Gefahrenzeichen die einsatztaktischen Maßnahmen erklären.
Der Löschangriff: Wurden die ersten beiden Prüfungen erfolgreich abgeschlossen, darf die Gruppe zum letzten Teil – dem Löschangriff – antreten. Der Gruppenkommandant teilt seine Mannschaft ein, erkundet das Brandobjekt und läßt anschließend die Mannschaft absitzen. Nach dem Angriffsbefehl muss der Atemschutztrupp innerhalb eines vorgeschrieben Zeitfensters zwischen 6 und 10 Minuten bis zum Brandherd vorrücken und den Brand löschen. Danach wird zusammengeräumt und die Einsatzbereitschaft hergestellt. Auch hier wird auf das sichere Arbeiten geachtet und vom Prüferteam bewertet. Zeitgleich findet die Wissenstandüberprüfung des Maschinisten statt. Dieser muss einem Prüfer die Funktionen der Einbaupumpe erklären und die Trockensaugprüfung praktisch durchführen. Im Anschluss tritt die Gruppe wieder hinter dem Fahrzeug an und das Prüfungsteam gibt der Gruppe das Resultat bekannt.
Im Anschluss tritt die Gruppe nochmal hinter dem Fahrzeug an und das Prüfungsteam gibt das Resultat bekannt.
Als erste Gruppe stellte sich Raxendorf 2 (Einteilungsgruppe 2) der Prüfung. Nach zirka 30 Minuten konnte das Prüfungsteam – im Rahmen der Nachbesprechung, wo einige kleine Fehler aufgezeigt und besprochen wurden – das Bestehen der Gruppe bekannt geben.
Danach startete Raxendorf 4 mit der Ausbildungsprüfung. Die ersten beiden Teile wurden ohne Probleme erledigt, doch beim 3. Teil – dem Löschangriff – musste aufgrund eines technischen Problems mit einem Atemschutzgerät abgebrochen werden. Nach dem Aufräumen der Geräte und einer Wartezeit von 20 Minuten – in der das Problem beseitigt werden konnte – wurde der Löschangriff wiederholt und problemlos bestanden.

Die Überreichung der Abzeichen und Urkunden wurde im Anschluss durch BR Erwin Barth, VI Hermann Mühlbacher, Bürgermeister Johannes Höfinger und dem Prüfungsteam durchgeführt. Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Erwin Barth sprach an, dass er sich freut nun eine zweite Feuerwehr im Abschnitt zu haben, welche diese Ausbildungsprüfung absolviert hat.
Bürgermeister Johannes Höfinger berichtete von den Vorteilen der Bevölkerung durch eine gut ausgebildete Feuerwehr.
Kommandant OBI Christian Strauß betonte die Wichtigtkeit der Ausbildungsprüfungen zum Wohle der Bevölkerung. Bei diesen Ausbildungen steht nicht das Erziehlen von Bestzeiten im Vordergrund, sondern einsatznahes und sicheres Arbeiten. Er bekräftigte sein Ziel für die kommenden Jahre, dass ein jedes aktive Mitglied im Rahmen der Allgemeinen Feuerwehrausbildung auch die beiden Ausbildungsprüfungen Löscheinsatz und Technische Hilfeleistung zumindest in den Stufen Bronze und Silber absolvieren soll.
Abschließend drückte er den Kameraden die Freude und den Stolz über den erfolgreichen Abschluss der Prüfung aus und bedankte sich für die Bereitschaft zu dieser zeitintensiven Ausbildung.
