Oö: Großbrand in Schweinezuchbetrieb in Raab -> Hunderte Tiere gerettet

Raab (Oö): Ein Feuer in einem Schweinemastbetrieb in Steinbruck-Bründl (Gemeinde Raab, Bez. Schärding) holte am Morgen des 8.1.2012 etliche Feuerwehrmitglieder aus der Sonntagsruhe. Kurz nach acht Uhr heulten in der Pramtalgemeinde und in den Nachbargemeinden die Sirenen, …
… da wegen der Lage des Brandobjekts sofort Alarmstufe 2 ausgelöst wurde. Schon bei der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte starke Rauchentwicklung sowie aus dem Gebäude züngelnde Flammen erkennen.

Da sich der auf einer kleinen Anhöhe gelegene landwirtschaftliche Betrieb sehr weit von einer Löschwasserentnahmestelle entfernt befand, wurden die ersten Löschangriffe aus Tanklöschfahrzeugen durchgeführt, die sich vorerst auf den Schutz der etwa 700 in den Stallungen befindlichen Schweine sowie des noch unbeschädigten Futtersilos konzentrierten. Zeitgleich wurde mit mehreren Hochleistungslüftern versucht, den Brandrauch von den Tieren fernzuhalten. Nachdem die mehrere hundert Meter lange Wasserzubringerleitung aufgebaut und damit die Löschwasserversorgung gesichert war, konnte mit umfassenden Löschangriffen begonnen werden, die kurze Zeit später durch die Drehleiter der Feuerwehr Schärding unterstützt wurden. So konnte auch die Brandausbreitung auf die noch nicht betroffenen Stallbereiche erfolgreich verhindern. Nach und nach war es den Einsatzkräften möglich, zu den Schweinen vorzudingen und diese in Sicherheit bringen.

Für 26 Tiere kam leider jede Hilfe zu spät. Ca. 200 Tiere wurden mittels speziellen Transportfahrzeugen abtransportiert, die anderen konnten in den nicht vom Brand betroffenen Stallbereichen untergebracht werden. Eine spezielle Gefahr stellte die akute Einsturzgefahr dar, wodurch sehr vorsichtig vorgegangen werden musste. Zahlreiche Atemschutztrupps waren notwendig, um die Arbeiten durchführen zu können. Da mit der Wärmebildkamera immer wieder Glutnester entdeckt wurden, dauerten die Löscharbeiten bis in die Abendstunden an. Auch kamen mehrere Kräne zum Einsatz, um alle Glutnester ablöschen zu können. Durch das rasche Eingreifen der 8 Feuerwehren, die mit ca. 130 Einsatzkräften vor Ort waren, konnte ein Großteil der Tiere gerettet werden. Personen waren zu keiner Zeit in Gefahr, da an den Betrieb kein Wohngebäude angeschlossen ist.

Die Brandursachenermittlung wurde von der Polizei übernommen. Eine Brandsicherheitswache bleibt noch vor Ort. Im Einsatz waren die Feuerwehren Andorf, Matzing, Raab, St. Willibald, Schulleredt, Steinbruck-Bründl, Zell an der Pram und Schärding.
Erstbericht ORF:
In einem Schweinezuchtbetrieb in Raab (Bezirk Schärding) ist Sonntagfrüh, 8. Jänner 2012, ein Großbrand ausgebrochen. Rund 700 Tiere waren von den Flammen eingeschlossen. Sie konnten großteils gerettet werden.
Einige wenige der Tiere dürften verendet sein, so der Einsatzleiter der Feuerwehr, Helmut Lang. Die genaue Zahl ist noch unklar. Bereits zu Mittag konnte Brand aus gegeben werden. Am Nachmittag befanden sich aber noch rund 50 Schweine in der Brandruine.

Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich äußerst schwierig, da große Einsturzgefahr bestand. Mit einem Kran sollen nun die Dachüberreste abgetragen werden, um die letzten Tiere zu befreien. Lang zeigte sich zuversichtlich, dass die Schweine noch lebend herausgebracht werden können. Insgesamt waren rund 130 Feuerwehrmänner von acht Feuerwehren im Einsatz. Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.

