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Nö: Arme Sau! Feuerwehr befreit Hängebauchschwein „Christl“ aus Zwangslage

Günselsdorf (Nö): Da staunten die alarmierten Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Günselsdorf sicherlich nicht schlecht, als sie in den Abendstunden des 12. Februar 2012 an der angegebenen Einsatzadresse eintrafen.

Hieß es doch noch in der Alarmierungsdurchsage gegen ca. 17:15 Uhr von der Bezirksalarmzentrale (BAZ) Baden eigentlich noch ganz unspektakulär: Hier Florian Baden „Tierrettung in der Blumauer Straße“. Denn folgende Lage bot sich dann den Florianis: Ein chinesisches Hängebauchschwein namens „Christl“ hatte sich hinter einem Haselnussstrauch, im Garten eines Wohnhauses, verkrochen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr von selbst befreien. Denn es verfing sich dort im dichten Geäst bzw. steckte auch noch zwischen dem direkt angrenzenden Gartenzaunbetonsockel fest und konnte somit weder vor bzw. zurück. Lautstark machte sich dann die ca. 10-12 Jahre alte „Christl“ bei ihren Besitzern auf sich aufmerksam. Auch ihnen gelang es nicht ihren Liebling (das Tier ist schon von klein auf über viele Jahre in deren Besitz) aus der Zwangslage zu befreien und alarmierten über Notruf 122 die Freiwillige Feuerwehr.

Da anfänglich nicht bekannt war ob sich das Tier auch verletzt hatte, versuchten die Feuerwehrleute natürlich sehr schonend vorzugehen. Dieses gestaltete sich nicht so einfach, da dass verängstigte Hängebauchschwein naturgemäß mittlerweilen sehr unruhig war und auch vermutlich schon einige Zeit bei klirrender Kälte um die -10°C ausharrten musste. Schließlich gelang es aber den Florianis der Freiwilligen Feuerwehr Günselsdorf „Christl“ aus dessen Zwangslage zu befreien. Erst jetzt konnte man feststellen, dass sich das Hängebauchschwein vermutlich doch verletzt hatte.

Über die Feuerwehrbezirksalarmzentrale Baden versuchte der Feuerwehreinsatzleiter einen Tierarzt anzufordern. Die Suche nach einem geeigneten Tierarzt (handelt es sich ja dabei nicht um ein normales Haustier) gestaltete sich als äußerst schwierig und Zeitaufwendig. War es auch noch zusätzlich der Sonntagabend. Dann der lang erwarte Funkspruch: die Feuerwehr kann „Christl“ in die Tierklink nach Landegg bringen, wo man dem Tier medizinisch helfen wolle. Nur kurze Zeit später, nachdem eine geeignete Transportbox zur Verfügung stand, transportierten freiwillige Feuerwehrleute der FF Günselsdorf, in ihrer Freizeit, das Hängebauchschwein mit dem Kommandofahrzeug auch noch in die Tierklinik. Erst gegen 19 Uhr konnte dann wieder eingerückt werden. Die FF Günselsdorf stand mit 17 Feuerwehrleuten und 3 Fahrzeugen im Einsatz.

BFKDO Baden

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