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Bgld: Feuerwehrbilanz Burgenland 2011 -> 6.625 Einsätze & 88.599 Einsatzstunden

Burgenland: Feuerwehrreferent LH-Stv. Mag. Franz Steindl und Landesfeuerwehrkommandant Ing. Alois Kögl zogen am 12. März 2012 im Landesfeuerwehrkommando Burgenland im Rahmen eines Pressegespräches Bilanz über das Berichtsjahr 2011.

Die 326 burgenländischen freiwilligen Orts-, Stadt- und Betriebsfeuerwehren rückten im Vorjahr zu 6.625 Einsatzen – davon 5.213 technische Einsätze und 1.412 Brandeinsätze und Brandsicherheitswachen aus. 45.114 eingesetzte Feuerwehrmitglieder leisteten dabei 88.599 Einsatzstunden.

Ein Gros der technischen Einsätze betraf dabei Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen. „Die burgen-ländischen Feuerwehren leisteten bei 879 Verkehrsunfällen rasch – meistens mit Spezialgeräten wie hydraulischen Scheren und Spreizer – Hilfe.
Sowohl bei technischen Einsätzen (z.B. nach Verkehrsunfall im Fahrzeug eingeklemmte Personen) als auch bei Brandeinsätzen (z.B. von Rauch und Hitze im Gebäude/Zimmer eingeschlossene Perso-nen) wurden von den Feuerwehrmitgliedern 250 Personen aus Notlagen befreit und den Sanitätern bzw. Notärzten der Hilfsorganisationen zur weiteren ärztlichen Versorgung übergeben. 17 Einsätze betrafen die Bergung von toten Personen“, so Landesfeuerwehrkommandant Ing. Alois Kögl.

Mannschaft
Beachtlich ist auch der Mannschaftstand der burgenländischen Feuerwehren. Der Landesfeuerwehr-verband Burgenland verzeichnete mit Stichtag 31. Dezember 2011 16.593 Mitglieder, davon
– 13.560 aktive Mitglieder bis zum 65. Lebensjahr inkl. 690 Frauen
– 1.433 Mitglieder der Feuerwehrjugend (vom 10. bis zum 16. Lebensjahr) davon 332 Mädchen und
– 1.600 Mitglieder des Reservestandes.
„Jede(r) 17. Burgenländer(in) ist Mitglied einer Feuerwehr“, so LBD Ing. Kögl.

Kursbetrieb an der LFS
Steigende Teilnehmerzahlen konnte LBD Ing. Kögl auch bei der Ausbildungsbilanz der Landesfeuerwehrschule verkünden. Nach der Inbetriebnahme des neuen Brandhauses im April 2011 konnte der Lehrgangsbetrieb wieder im vollen Umfang aufgenommen werden. 4.216 Lehrgangsteilnehmer be-suchten im Vorjahr 157 Lehrgänge an der LFS. Durchschnittlich nutzt jedes 3. aktive Feuerwehrmitglied das Lehrgangsangebot der Landesfeuerwehrschule!

Förderungen
Einen wesentlichen Beitrag zum Ankauf der technischen Ausrüstung und zur Errichtung der Infrastruktur der burgenländischen Feuerwehren trägt das Land Burgenland in Form von Förderungen, Bedarfszuweisungen und aus Katastrophenfondsmittel bei. „Im Jahr 2011 wurden insgesamt 2,03 Millionen Euro in die burgenländischen Feuerwehren – und damit in die Sicherheit unseres Heimat-landes – investiert. So konnten 28 Einsatzfahrzeuge und verschiedenste Katastrophenausrüstungen angekauft und 11 Feuerwehrhausneubauten verwirklicht werden. „Jeder Euro in die burgenländischen Feuerwehren ist bestens investiert und stellt sicher, das bei Einsätzen rasch, effizient und mit dem richtigen Gerät geholfen werden kann“, so LH-Stv. Feuerwehrreferent Mag. Franz Steindl.

Landes-Feuerwehrverband Burgenland

Aussendung von LH-Stv. Mag. Franz Steindl:

Feuerwehrreferent Steindl und Landesfeuerwehrkommandant Kögl ziehen Bilanz:
88.599 Stunden für die Sicherheit im Burgenland

„Die 326 burgenländischen Feuerwehren leisten einen wesentlichen und wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Burgenland – sei dies in der Brandbekämpfung, bei techni-schen Einsätzen oder im Katastrophenschutz. Sie sind als Sicherheitseinrichtung, die an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr einsatzbereit ist, unverzichtbar“, so Feuerwehrreferent Landeshauptmann-Stv. Franz Steindl. Die Wichtigkeit der Feuerwehren zeigt sich alljährlich in der Bilanz, die auch im Jahr 2011 wieder eindrucksvoll ausfällt.

Im Burgenland besteht mit 319 Freiwilligen Feuerwehren und 7 Betriebsfeuerwehren ein dichtes Sicherheitsnetz. An 365 Tagen sind die Mitglieder rund um die Uhr bereit, um Brände zu löschen, Fahrzeuge zu bergen oder Katastrophen zu verhindern. Im Jahr 2011 waren es insgesamt 88.599 Einsatzstunden, die die freiwilligen Feuerwehren im Burgenland geleistet haben.

16.593 Burgenländerinnen und Burgenländer waren 2011 aktives Mitglied der Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr oder der Reserve, darunter auch 1.022 Frauen. Mit Mag. Sonja Dienstl, die auch das erste weibliche Mitglied der FF Siget in der Wart (Gemeinde Rotenturm) stellt, konnte Feuerwehrreferent LH-Stv. Franz Steindl bereits im August des Vorjahres die 1.000. Feuerwehrfrau des Burgenlandes begrüßen. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Jeder 17. Burgenländer ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Das ist eine beträchtliche Zahl von Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen. Was mich besonders freut ist, ist die hohe Anzahl von aktiven Jungfeuerwehrleuten. Im Burgenland sind bereits 1.765 Jugendliche Mitglied der Feuerwehr“, so Steindl.

Die burgenländischen Feuerwehren rückten 2011 zu 5.213 technischen Einsätzen und 1.412 Brandeinsätzen aus. Bei insgesamt 6.625 Einsätzen wurden 88.599 Einsatzstunden absolviert. Die meisten Brandeinsätze gab es mit 3.444 im Bezirk Eisenstadt-Umgebung, Spitzenreiter der technischen Einsätze ist der Bezirk Oberwart mit 5.203 Einsätzen. Im Vergleich zu 2010 zeigt sich, dass die Zahlen ziemlich stabil sind (technische Einsätze 2010: 5.216, Brandeinsätze 2010: 1.328)
Besonders erfreulich ist die Ausbildungsbilanz der Feuerwehrschule. 2011 haben insgesamt 4.216 Personen an den 157 angebotenen Lehrgängen teilgenommen. „Dies ist eine Steigerung von 26,64 Prozent der Schulungsteilnehmer im Vergleich zu 2010“, zeigt sich Steindl erfreut.

Um die Leistungsfähigkeit der burgenländischen Feuerwehren sicherzustellen, ist es wichtig, laufend in technische Ausrüstung und Infrastruktur zu investieren. Im Jahr 2011 wurden daher insgesamt 2,03 Millionen Euro an Förderungen aus Bedarfszuweisungen und aus Katastrophen-schutzmitteln investiert. So wurden 28 Ankäufe von Einsatzfahrzeugen mit insgesamt 837.700 Euro gefördert,11 Feuerwehrhausneubauten mit 444.200 Euro oder Katastrophenausrüstungen für Einsatzfahrzeuge um 413.420 Euro. „Jeder Euro in die burgenländischen Feuerwehren ist bestens investiert und stellt sicher, dass bei Einsätzen rasch, effizient und mit dem richtigen Gerät reagiert und geholfen werden kann“, so Steindl.

„Damit die Schlagkraft der burgenländischen Feuerwehren auch in Zukunft erhalten bleibt, sind neben ständigen Investitionen in Hard- und Software auch Reformen und eine ständige Anpassung der gesetzlichen Lage für Feuerwehren notwendig“, so Steindl. Einen wichtigen Schritt hin zu einer neuen Qualität im Krisenmanagement habe man mit der Landessicherheitszentrale bereits geschaffen. Durch den 24-Stunden-Betrieb ist rasche Hilfe zu jeder Zeit gewährleistet. Feuerwehrreferent Steindl sieht für die Zukunft zwei wichtige Einerseits die Integration des Digitalfunksystems BOS, andererseits sollen die Feuerwehren in die Wartung der digitalen Katastrophenschutzpläne verstärkt eingebunden werden.

„Als nächsten Schritt, um die Sicherheit im Burgenland zu erhöhen, müssen wir das Digitalfunksystems BOS auch im Burgenland integrieren. Nur durch ein einheitliches Kommunikationssystem aller Einsatzkräfte kann sichergestellt werden, dass Hilfe schnell, effizient und vor allem koordiniert geholfen werden kann“, so Steindl. Vor allem im Falle eines grenzüberschreitenden Einsatzes kann es zu Problemen kommen: „Niederösterreich, Wien und die Steiermark verwenden bereits den Digitalfunk. Auf lange Sicht können wir weder aus sicherheitspolitischen noch aus finanziellen Gründen auf das einheitliche Kommunikationssystem verzichten.“

Durch die Änderung des Katastrophenhilfegesetzes 2009 wurden die burgenländischen Gemeinden dazu verpflichtet, Daten, die für die Abwehr und Bekämpfung einer Katastrophe notwendig sind, digital in eine zentrale Datenbank einzubringen. Diese Datenbank umfasst neben Gebäuden, von denen Gefahr ausgehen kann oder welche im Fall einer Katastrophe besonderen Schutz brauchen auch Objekte, die für die Bekämpfung und Hilfeleistungen im Notfall wichtig sein können.
„Die Landessicherheitszentrale verwaltet die Daten der Gemeinden und auch Listen mit Per-sonen, die im Notfall Hilfestellungen geben können. Diese Daten müssen jedoch ständig gewartet und bearbeitet werden, um im Ernstfall auch entsprechend schnell reagieren zu können. Es wäre daher äußerst sinnvoll, die Feuerwehren als kompetenter Sicherheitspartner vor Ort in die Wartung und Datenpflege der digitalen Katastrophenschutzpläne enger miteinzubeziehen“, so Steindl.

„Die freiwilligen Feuerwehren im Burgenland leisten eine hervorragende Arbeit. Als zuständiger Referent für das Feuerwehrwesen und für Katastrophenschutz werde ich mich daher auch in Zukunft mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingung weiterhin stimmen und damit auch die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren“, so Steindl.

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