Oö: Bis zur Rettung im hüfthohem Wasser an Baum festgeklammert
Laakirchen (Oö): Zwei lange Stunden musste ein 25-Jähriger aus Gmunden Samstagfrüh, 24. März 2012, verletzt in der eiskalten Traun bei Laakirchen ausharren, ehe er gerettet wurde. Er war ausgerutscht und über eine fast 70 Meter hohe Böschung gestürzt.
Der 25-jährige Deutsche, der in Gmunden lebt, war in der Früh zu Fuß die Traun entlang auf dem Heimweg von Oberweis in Richtung Gmunden. Etwa 500 Meter von Oberweis entfernt, passierte das Missgeschick. Der junge Mann rutschte aus und stürzte die an dieser Stelle fast 70 Meter hohe und äußerst steile Böschung zur Traun hinab. Bei dem Sturz ging sein Handy zu Bruch und der 25-jährige zog sich Verletzungen unbestimmten Grades zu.
In hüfthohem Wasser an Baum festgeklammert
Alleine konnte sich der Mann nicht aus seiner misslichen Lage befreien. Laut Polizei versuchte er dennoch einmal, die steile Uferböschung hinaufzuklettern, stürzte dabei aber nochmals ab. Die Hilferufe des Verletzten blieben in der nur dünn besiedelten Gegend lange ungehört. Erst nach gut zwei Stunden hatte der Mann Glück. Ein Spaziergänger kam mit seinem Hund am anderen Traunufer vorbei und hörte die Hilfeschreie. Er sah den 25-jährigen im hüfthohen Wasser stehen, wo er sich an einem Baum festklammerte.
Auch der Spaziergänger hatte kein Handy bei sich. Er lief aber sofort nach Hause und alarmierte die Rettungskräfte. Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei und Wasserrettung rückten an. Eine Bergung über das Wasser war nicht möglich, deshalb mussten sich Sanitäter und Feuerwehrleute zu dem Verletzten abseilen lassen und ihn per Trage über die steile Böschung tragen. Der junge Mann wird jetzt im Spital behandelt.
