Oö. LFV eröffnete Bauetappe 4 -> Moderne mit Tradition vereint

Linz (Oö): Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 27. April 2012 der Neubau der Landesfeuerwehrschule und des Landes-Feuerwehrkommandos durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer eröffnet. Rund um einen historischen, denkmalgeschützten Kern …
… entstand ein weiter Raum für offenes Denken sowie eine zukunftsweisende Lernumgebung.
Dort, wo 1929 nach den Plänen von Architekt Julius Schulte die erste Feuerwehrschule Österreichs errichtet wurde, stehen jetzt neue, zeitgemäße Ausbildungseinrichtungen für die oberösterreichischen Feuerwehren. Altes und Neues, Architektur und Zweck wurden erfolgreich miteinander verbunden.

Zwei neue Lehrsäle mit jeweils 70 Plätzen, Experimentier- und Präsentationseinrichtungen stehen nunmehr ebenso zur Verfügung wie eine dem heutigen Standard entsprechende Atemschutzwerkstätte samt zugehörigen Ausbildungsräumen, ein Speisesaal für 180 Personen, eine auf neuestem Hygienestand eingerichtete Großküche für den Lehrgangsbetrieb, ein Mehrzwecksaal sowie eine Informations- und Servicestelle der oberösterreichischen Feuerwehren. Daneben findet das Gebäude noch Platz für Sitzungsräume sowie Büros des Landes-Feuerwehrverbandes.

„Ich bin stolz darauf, dass wir einen weiteren Meilenstein auf dem Weg moderner Feuerwehrausbildung erreichen konnten und dabei auch ein Zeichen für Offenheit, Entwicklungsgeist und Transparenz gesetzt haben“, sagt Landesfeuerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner. Er hat das Projekt, das unter seinem Vorgänger Johann Huber auf Schiene gebracht worden ist, schlussendlich erfolgreich umgesetzt.

Architekt DI Heinz Plöderl, Sieger des Architektenwettbewerbes, meisterte die Herausforderung, den historischen Altbestand in ein modernes, energieeffizientes und zukunftsweisendes Schulungsgebäude zu verwandeln. Er verwirklichte mit seinem Projekt die Fülle der Anforderungen, die auch mit den Wünschen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden konnten.
Qualifikation braucht Qualität, Qualität braucht Qualifikation – auf der Grundlage dieser Grundhaltung wurde eine Fläche von rund 3.700 m² durch den Generalübernehmer, die GWB (Gesellschaft für den Wohnungsbau) umbaut. Mit dem Improvisationstalent der Feuerwehren gelang es, während der gesamten Bauzeit von zwei Jahren keinen einzigen Lehrgang an der Landes-Feuerwehrschule entfallen zu lassen und trotz einiger Überraschungen während der Bauzeit den vorgegebenen, engen Kostenrahmen von netto 10 Millionen Euro einzuhalten.

Mit diesem Gebäude ist ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung der Ausbildungssicherung im Feuerwehrwesen gelungen. Weiters wird Raum frei, die nächsten notwendigen Projekte wie die Weiterentwicklung der Landeswarnzentrale, die Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes und die Errichtung eines neuen Brandübungshauses in Angriff zu nehmen.
Mehr dazu finden Sie in der Brennpunkt-Ausgabe 3/2012, die im Juni erscheint.
