Brandschutznormen erschweren alternatives Bauen
Österreich: In Österreich wird der Einsatz alternativer Baustoffe durch Brandschutznormen sehr erschwert, sagt Bauphysiker Karl Torghele. Da aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigte Produkte keine Lobby hätten, würden oft Normen deren verhindern.
Architekten und umweltbewusste Bauherren sind ständig auf der Suche nach alternativen Dämm- und Baustoffen, zumal die derzeit verwendeten Isolierstoffe auf Erdölbasis vielfach nicht umweltgerecht sind. Bei einer Veranstaltung des Energieinstitutes wurden vor kurzem Neuentwicklungen mit allen Vor- und Nachteilen vorgestellt, etwa Dämm-Matten aus Flachs oder Gras oder computergefräste Holzverbindungen ohne Leim oder Schrauben – solchen Baustoffen gehöre die Zukunft, sagen Experten.
Wegen der fehlenden Massenproduktion sind alternative Baustoffe nicht die billigsten auf dem Markt. Aus diesem Grund entscheiden sich Bauherren oft gegen sie. Fehlende Bewährung und Erfahrungswerte sind der Grund, warum beim gemeinnützigen Wohnbau praktisch nur Ziegel, Beton und Kunststoffdämmungen verwendet werden. Bei der Veranstaltung des Energieinstitutes war man sich aber einig, dass sich die Alternativen irgendwann durchsetzen werden.
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2558507/ -> ORF Vorarlberg (mit Videobeitrag)
