Oö: Gruppenübung mit Gefahrgut -> FF Stiftung/Reichenthal
Stiftung bei Reichenthal (Oö): Am Abend des 16.11.2012 wurde die FF Stiftung/R. (Urfahr-Umgebung) mit folgendem Alarmtext alarmiert: „TE Personenrettung, mehrere bewusstlose Personen, unbekannter Stoffaustritt.“ Zum Glück handelte es sich nur um eine …
von HBM Matthias Pammer ausgearbeitete Gruppenübung.Sogleich wurde mit KLF-A und KDO-F ausgerückt, wobei sich ein AS-Trupp sofort während der Anfahrt ausrüstete.Bei Ankunft am Einsatzort gab Einsatzleiter BI Martin Pachinger dem AS-Trupp sofort Befehl zur Personenrettung bzw. zur Sichtung der UN-Nummer auf dem Tank wo (durch Nebelmaschine simuliert) Gas ausströmt.Währenddessen nähert sich ein Zivilist dem Geschehen und kippt vor den Augen der Einsatzkräfte um, spätestens da wird dem EL klar, dass es sich um einen doch etwas gefährlicher Stoff handelt und gibt „alle Mann zurück“.

Nur der AS-Trupp erkundet weiter und nimmt Menschrettung vor.Nachdem der AS-Trupp die erste Person die unmittelbar vor dem Tank lag, gerettet und dem FMD übergeben hatte wurde auch die UN-Nummer 265/1005 der Einsatzleitstelle übergeben die über die Florian LFK (simuliert über 70cm Band) das Gefahrgutdatenblatt anforderte. Nachdem dieses vorlag, und klar war das es sich um NH3 (Ammoiak) handelt wurde der AS-Trupp angewiesen die Menschenrettung möglichst schnell durchzuführen und sich dann auch zurückzuziehen was auch innerhalb weniger Minuten gelang. Weiters wurden (fiktiv) die Alarmstufe 1 des Pflichtbereiches Reichenthal, die FF Reichenthal und Miesenbach, das GSF Kefermarkt und das Ölfahrzeug Bad Leonfelden angefordert.

Die angenommen Aufgaben der FF Reichenthal waren das Niederschlagen der Dämpfe aus sicherer Entfernung mittels Wasserwerfer der TLF-A 2000, die FF Miesenbach hatte die Evakuierung der Nachbarschaft zur Aufgabe, das LFB-A2 Reichenthal die Wasserversorgung für Tank Reichenthal.Nach dem angenommenen Eintreffen der Sonderfahrzeuge wurde fiktiv der Tank mit CSA-Trägern abgedichtet und es konnte Entwarnung gegeben werden, nachdem alle Meßwerte in Ordnung waren. Nach dem Aufräumen konnte zur Nachbesprechung abgerückt werden, wo noch einige Mängel besprochen wurde.

Aus Sicht des Übungsverantwortlichen ist so ein Notfall schwer zu simulieren, da Ammoniak in Wirklichkeit einen sehr starken Geruch hat, wodurch man in der Realität sicher viel schneller weiß, womit man es zu tun hat, aber das Übungsziel war das taktisch richtige Alarmieren der Sonderfahrzeuge, Absperrradius und Evakuierung, was vollends erfüllt wurde. Der Übungsmangel das Anfangs zuweit zum Objekt zugefahren wurde, würde im Ernstfall aufgrund des Gestankes nicht passieren. Aber für alle Beteiligten war diese Übung sehr lehrreich und wurde auch auf ein gerade im Bau befindliches Groß-Kühllager in der Gemeinde ausgerichtet.
