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Oö: Feuerwehr-Inspektor: Nachbesetzung riecht nach Postenschacher

Oberösterreich: In einem anonymen Brief kritisierte ein ehemaliger Feuerwehrkommandant die Vorgänge rund um die Nachbesetzung des Landes-Feuerwehrinspektors.

Schon seit zwei Jahren steht demnach ein früherer Mitarbeiter des ehemaligen VP-Feuerwehr-Landesrates Stockinger als Nachfolger von Alois Affenzeller fest – er steht kurz vor der Pensionierung. Der Schreiber des Briefes kritisiert, dass der Kandidat vorher nie bei einer Feuerwehr aktiv war und offensichtlich nur per Parteibuch für den Posten qualifiziert sei. Der Betreffende sei im „Schnellverfahren“ bei der Berufsfeuerwehr Linz zum Feuerwehr-Offizier ausgebildet worden, habe allerdings in der Freiwilligen-Organisation keine Erfahrung.

Man hätte sich von der Landesfeuerwehrleitung eine Ablehnung des Stockinger-Kandidaten gewünscht. Auch Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner wurde mit den Vorwürfen konfrontiert. „Die Nachfolge ist seit zwei Jahren geregelt. Das war auch so bekannt“, sagt er, will aber die ohnehin angespannte Situation nicht noch weiter aufheizen. Dass diese Proteste in der Feuerwehr erst jetzt ans Tageslicht treten, schreibt er dem allgemeinen Unmut über die politischen Vereinnahmungsversuche zu. Der Affenzeller-Nachfolger arbeitet bereits an der Übernahme der Funktion im Landesfeuerwehrverband.

„Für meine Kameraden und für mich steht fest, dass ein ÖVP- Parteisoldat und Ziehsohn von Landesrat Stockinger beziehungsweise Hiegelsberger als Landes-Feuerwehrinspektor verhindert werden muss“, schreibt der anonyme Verfasser. Der kritisierte Nachfolger war gestern bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

OÖ Nachrichten

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