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Stmk: Feuerwehr fand verkohlte Frauenleiche

Heiligenkreuz (Stmk): Ein Einfamilienhaus im Bezirk Feldbach ging Montagmittag, 3. Dezember 2012, in Flammen auf. Im Schlafzimmer des Hauses entdeckten die Einsatzkräfte anschließend eine verkohlte weibliche Leiche. Es handelt sich vermutlich um die Besitzerin.

Meter für Meter kämpften sich die Feuerwehrmänner mit schwerem Atemschutz durch die Räume. „Das ganze Erdgeschoß war voller Rauch“, so Einsatzleiter Josef Krenn von der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenkreuz. „Es war ein schwieriger, langwieriger Einsatz.“

Dabei machten die Feuerwehrmänner eine grausige Entdeckung: Auf dem Fußboden im Schlaf-Wohnraum lag unter Decken und anderen Utensilien eine Frauenleiche. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, handelte es sich bei der Toten um die 77-jährige Angela P. Die Pensionistin wohnte allein in dem kleinen Haus mitten im Ort Pirching am Traubenberg im Bezirk Feldbach. Die Frau wurde aber von einer Krankenpflegerin betreut. Jeden Montag suchte die Pflegerin die 77-Jährige auf. Auch am Montag gegen Mittag wollte sie wiederum nach Angela P. sehen. Als sie eintraf, bemerkte sie die Rauchschwaden, die aus dem Haus drangen. Sofort verständigte die Krankenpflegerin Feuerwehr und Polizei. Kurze Zeit später trafen die Freiwilligen Feuerwehren Heiligenkreuz und Großfelgitsch mit 22 Mann am Brandort ein und nahmen die Löscharbeiten auf. Erst nach 50 Minuten, als das Feuer gelöscht war, fanden die Männer die Leiche.

Die Polizei Kirchbach alarmierte das Landeskriminalamt. Am Nachmittag nahmen die LKA-Brandermittler und ein Sachverständiger der Landesstelle für Brandverhütung die Untersuchungen auf. Am Abend mussten die ihre Arbeit aber ergebnislos abbrechen. Im Haus könne man sich nur schwer fortbewegen, es sei voll mit Gerümpel, hieß es seitens der Einsatzkräfte. Heute, bei Tageslicht, wollen die Kriminalisten einen neuerlichen Anlauf unternehmen, um die Brandursache festzustellen. Es sei alles möglich, so Ermittlungsleiter Alexander Schantl. Das Haus war versperrt, Schlüssel steckte allerdings keiner im Schloss. Auf der Toten lag das Telefon. Eine Obduktion soll heute die genaue Todesursache klären.

Kleine Zeitung

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