Deutschland: Feuerwehr rettet Biberpärchen aus Becken
Schmidmühlen (Deutschland): Zwei Biber waren in Schmidmühlen in das Becken einer ehemaligen Fischzuchtanlage geraten und kamen aus eigener Kraft nicht mehr heraus.
Weihnachten ist immer auch die Zeit der guten Taten. Hier brauchen sich die Feuerwehren an sich nicht anstrengen, ist ihr Motto doch „Helfen in Not, ist unser Gebot“. Geholfen hat die FF Schmidmühlen jemandem, der in Not war: einem Biberpärchen.
Seit der Biber in den vergangenen zwei Jahrzehnten auch die Vils und die Lauterach als Lebensraum erobert hat, ist er in unserer Region immer wieder ein Gesprächsthema. Für die einen sind seine Wiedereinbürgerung und Ausbreitung ein echter ökologischer Fortschritt, für die anderen ist der Biber oftmals „ein rotes Tuch“. Dabei macht der Biber eigentlich nur das, für was ihn die Natur ausgerüstet hat: Wasser anstauen, Höhlen bauen und Bäume „fällen“. Und damit gerät er zwangsläufig immer wieder mit den Menschen in Konflikt.
Sich selbst hat ein Biberpärchen sich in Schmidmühlen in eine besondere Konfliktsituation gebracht, die die beiden Tiere allein nicht mehr lösen konnten. Sie gerieten im Bereich der Flutmulde in ein Becken einer ehemaligen Fischzuchtanlage und konnten aufgrund der senkrechten Befestigung dieses Becken nicht mehr verlassen. Rettungsversuche scheiterten.
Blieb als letzte und letztlich einzige Hilfe die Freiwillige Feuerwehr Schmidmühlen. Diese rückte mit ihrem Mehrzweckfahrzeug und einer Einsatzgruppe mit dem stellvertretenden Kommandanten Mathias Huger an der Spitze zur Tierrettung aus. Mit einem Netz gelang es dann relativ bald, die Tiere schonend aus ihrem „Gefängnis“ zu befreien und aus dem Wasser zu hieven. Schließlich waren es wenige Meter, dann konnten die beiden Biber am linken Lauterachufer wieder in die nasse Freiheit entlassen werden.
