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Deutschland: Feuerwehr nach Gebäudebrand unter Kritik

Halbemond (Deutschland): Bei einem Brand in Halbemond (Deutschland) soll es lange gedauert haben, bis die Wehren am Einsatzort waren. Nachbarn unterstützen die Kritik von Richard Buss, dessen 85-jährige Schwiegermutter aus dem Haus gerettet wurde.

Der Vorwurf wiegt schwer: „Es hat lange gedauert, bis Polizei und Feuerwehr eingetroffen sind. Da muss wohl die Kommunikation zwischen der Leitzentrale und den Ortsfeuerwehren nicht geklappt haben“, meint Richard Buss. Gemeint hat er damit den Einsatz der Wehren aus Halbemond, Hage, Lütetsburg und Hagermarsch beim Brand des Einfamilienhauses in Halbemond. Die Bewohnerin des Hauses, die 85 Jahre alte Schwiegermutter von Buss, saß zum Zeitpunkt des Unglücks am Fenster im Untergeschoss des Hauses und hatte den Brand im Dachstuhl nicht bemerkt. Nachbarn und die Tochter der 85-Jährigen hatten die Frau dann in Sicherheit gebracht.

„Wir können die Kritik nicht nachvollziehen“, so der Pressesprecher des Landkreises Aurich, Rainer Müller-Gummels. Er habe sich mit der Leitstelle in Verbindung gesetzt. Auch dort könne man den Vorwurf nicht verstehen. „Um 14.17 Uhr ist die Meldung eingegangen. Bereits um 14.22 Uhr sind die ersten Feuerwehrwagen rausgefahren und gegen 14.29 Uhr am Einsatzort eingetroffen“, so Müller-Gummels gegenüber der OZ.

„Die räumliche Entfernung erfordert eine gewisse Zeit“
Nachbar und Augenzeuge Günter Blum dagegen meint, dass erst „20 Minuten nach seiner Alarmierung“ die Einsatzkräfte vor Ort gewesen seien. Auch Blums Ehefrau bestätigte gegenüber der OZ, dass es relativ lange gedauert habe, bis Polizei und Feuerwehr am Brandort waren. Nach Meinung von Günter Blum soll sogar kurzfristig ein Feuerwehrauto aus Norden vor Ort gewesen sein. Der Wagen sei aber wieder weggefahren, nachdem die Einsatzkräfte aus der Samtgemeinde Hage eingetroffen sind. Als Grund vermutet Blum Zuständigkeitsprobleme, denn der Einsatzort befindet auf der Grenze zwischen der Stadt Norden und der Samtgemeinde Hage.

Gemeindebrandmeister Uwe Heuermann verweist indes auf den Einsatzbericht, der ihm allerdings am Dienstag noch nicht vorlag. Dort könne man die genauen Zeitabläufe des Einsatzes verfolgen. „Die räumliche Entfernung zum Einsatzort erfordert zudem auch eine gewisse Zeit“, so Uwe Heuermann weiter. Man dürfe nicht vergessen, dass es sich bei den Einsatzkräften um Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren handle, die erst von ihrer Wohnung wegfahren müssten. Bis dann die Feuerwehrwagen besetzt seien, vergehe eben etwas Zeit. „Natürlich dauert es immer in einem Schadensfall subjektiv gesehen zu lange, bis die Hilfskräfte dann vor Ort sind“, so der Gemeindebrandmeister.

Ostfriesen Zeitung

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