Deutschland: Nach Brand qualmt die Kanalisation in Lüdenscheid
Lüdenscheid (Deutschland): Nach einem Brand in Lüdenscheid steigt Rauch aus der Kanalisation auf, Menschen klagen über Atemnot. Die Ursache ist noch unklar, aber 120 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Bei einem Brand auf einem Speditionsgelände sind am Montag, 8. April 2013, in Lüdenscheid 65 Menschen leicht verletzt worden. Sie hatten über Atemwegsreizungen und Übelkeit geklagt. Daraufhin wurden 120 Menschen aus dem Wohn- und Industriegebiet evakuiert. Nach den Löscharbeiten an einem brennenden Lastwagen war aus noch unbekannter Ursache Qualm aus der Kanalisation in der Umgebung aufgestiegen. 48 Feuerwehrleute und 17 Anwohner klagten über Beschwerden, nach Auskunft der Feuerwehr in Lüdenscheid kamen 37 Menschen zur ambulanten Untersuchung vorsorglich in Krankenhäuser.
Schadstoffmessungen brachten keine Hinweise auf die Ursache. Grenzwerte seien nicht überschritten. Man könne sich den Zusammenhang zwischen dem Löscheinsatz und der Rauchentwicklung nicht erklären, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Hubschrauber wirbelte den zum Teil noch am Boden hängenden Qualm auf, um ihn mit der Luft zu verdünnen. Außerdem wurde die Kanalisation belüftet. „Wir gehen davon aus, dass die Gefahr gebannt ist“, sagte der Feuerwehrsprecher.
Ob die Messungen einer Feuerwehr-Spezialeinheit aus Dortmund noch Ergebnisse bringen, sei nicht abzusehen, weil die Schadstoff-Konzentration möglicherweise zu niedrig sei.
