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Rosenbauer plant Werk in Saudi Arabien

Leonding (Österreich): Der börsenotierte Feuerwehrausstatter Rosenbauer erweitert sein Standortnetzwerk. In den kommenden Monaten soll ein Werk zur Endmontage von Feuerwehrfahrzeugen in Jeddah (Saudi-Arabien) hochgezogen werden. Erst kürzlich hat das Unternehmen in Leonding mit dem ehemaligen Wacker-Neuson-Gelände einen neuen Standort fixiert.

„Die Investitionsentscheidung für Saudi-Arabien ist für uns ein epochaler Schritt. Wir begeben uns damit auf Neuland“, sagt Vorstandsvorsitzender Dieter Siegel. Mit einem lokalen Partner gründet Rosenbauer ein Joint Venture, an dem die Leondinger 75 Prozent der Anteile halten. Geplant sind neben der Fertigung auch Servicestandorte in Riad und Dammam.

2000 Rosenbauer-Fahrzeuge sind im arabischen Raum bereits im Einsatz. Siegel sieht in der Region noch „großes Potential“. Erst Anfang Februar hat Rosenbauer einen neuerlichen Auftrag aus Saudi-Arabien im Wert von 125,8 Millionen Euro erhalten. Auch in Europa baut der Feuerwehrausstatter seine Präsenz aus. Ende des Vorjahres wurde der slowenische Aufbauhersteller Mettis übernommen. Das Werk in Oberradkersburg wird erweitert: „Wir bekommen dadurch in räumlicher Nähe zu Leonding eine kostengünstige Vorfertigung und bedienen gleichzeitig den lokalen Markt“, sagt Siegel. Im französischen Chambéry hat Rosenbauer ein Vertriebsbüro eröffnet.

Anlaufverluste in den USA
Keine Erholung ist auf dem US-Markt in Sicht, wo Rosenbauer der zweitgrößte Anbieter ist. Das US-Geschäft sei seit Jahren auf niedrigem Niveau, sagte Siegel. Seit 2010 habe sich das Marktvolumen um 35 Prozent reduziert. Zusätzlich zur angespannten Preissituation musste das Unternehmen 2012 Anlaufverluste in der neu eingerichteten Fahrgestellfertigung in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro hinnehmen. „Wir haben eine hohe Variantenvielfalt. Statt in Serie zu fertigen, bauen wir 40 Prototypen. Da ist die Lernkurve flacher als erwartet.“

OOE Nachrichten

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