Deutschland: Gefahrguteinsätze und mehr bei der Hamburger Feuerwehr
Hamburg (Deutschland): Viel zu tun hatten die Kräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg am Pfingstwochenende 2013 und die Palette an abzuarbeitenden Einsätzen war zudem recht breit gestreut.
17. Mai – Gefahrguteinsatz: In einer geschlossenen Produktionshalle sind aus unbekannten Gründen ca. 500l Acethylacetat in eine Auffangwanne ausgelaufen. Es wurden ca. 200 m² Fläche der Halle kontaminiert. Die Feuerwehr trug werkseigenes Bindemittel unter Schutzausrüstung auf und nahm das Gemisch in Fässer auf. Die Fässer verblieben an der Einsatzstelle.
17. Mai – weiterer Gefahrguteinsatz: Von dem Eigner wurde ein Unfall auf einer Schute gemeldet. Auf der Schute sollte eine unbekannte Menge Salpetersäure ausgelaufen sein. Die Schute war noch im Bereich des Oderhafen in Fahrt, um den „Wind im Rücken zu haben“. Auf der Schute ist ein IBC-Behälter umgekippt, wobei ca 800 Liter Salpetersäure (70%) in die Schute ausgelaufen waren. Der IBC wurde unter Schutzausrüstung umgedreht, so dass ein weiteres austreten der Säure verhindert wurde. Es wurde wasserseitig ein Absperrradius von 500m festgelegt (Bereich des Hafenbeckens). Firmen waren nicht betroffen. Eine Fachfirma wurde vom Eigner beauftragt, die ausgelaufene Säure abzupumpen und zu entsorgen.
18. Mai – Personenrettung: Drei männliche Personen kenterten mit einem Kanu. Sie wurden durch ein Kleinboot gerettet und an Land gebracht. Nach notärztlicher Sichtung wurden sie vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht.
18. Mai – Unwetterfront: Infolge einer durchziehenden Regenfront kam es vermehrt zu Einsätzen „WASSER“. In der Zeit von 17:30 –20:30 Uhr waren es 40 Einsätze im Stadtgebiet. Erwähnenswert ist der Einsatz des Löschfahrzeuges der Feuer- und Rettungswache Alsterdorf in der Fuhlsbüttler Str. Dort wurde ein ca. 150kg schwerer Gully-Deckel samt Betoneinfassung durch den Luftdruck im Rohrsystem ca. 2m in die Luft geschleudert. Weitere Beschädigungen wurden dadurch nicht hervorgerufen.
19. Mai – Brennende Notbeleuchtung: Im Dachgeschoss eines Kino-Gebäudes brannten zwei Batterien für die Notausgangsbeleuchtung. Die Batterien wurden mit einem CO² Löscher gelöscht und der Technikraum anschließend belüftet. Die Kinosäle und Foyers waren nicht betroffen. Die Einsatzstelle wurde der Polizei und dem Betreiber übergeben.
20. Mai – Gasaustritt: Bei Baggerarbeiten wurde die Gas-Hausanschlussleitung eines 3-geschossigen Einfamilienhauses beschädigt. Messungen am Einsatzort und in der Umgebung ergaben Werte unterhalb der Explosionsgrenze.Die defekte Leitung wurde von Eon-Hanse repariert.
