Oö: Hochwasser-Situation Oberösterreich – 4. Juni, 15.00 Uhr
Hochwasser 2013: weiter angespannte Situation entlang der Donau
Während in vielen Hochwasser-Gebieten bereits die ersten Aufräumungsarbeiten beginnen, ist die Lage entlang der Donau in den Bezirken Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Eferding, Linz und Perg weiterhin angespannt.
Aktuell sind seit Beginn des Hochwassers 26.000 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz. Mehr als 220 Menschen und 2.600 Tiere konnten bislang aus dem Hochwasser gerettet werden. Von den Evakuierungsmaßnahmen waren landesweit rund 500 Personen betroffen.
Die aktuelle Lage:
• Bezirk Perg: In Grein wird der Scheitelpunkt des Hochwassers mit rund 15 Metern in den Abendstunden erwartet. In Saxendorf wurden Dammsicherungsarbeiten durchgeführt und betroffene Objekte vorsorglich evakuiert. 130 Personen und 700 Tiere wurden aus den betroffenen Gebieten entlang der Donau evakuiert.
• Bezirk Schärding: Nach dem merklichen Rückgang des Inns wurde mit den Aufräumungsarbeiten begonnen. Vorrangig wird an der Wiederherstellung der Infrastruktur gearbeitet. 180 Personen wurden während des Hochwassers evakuiert, die Rückführung in die Häuser und Wohnungen wird vorbereitet. 24 Feuerwehren mit 240 Mann aus den Bezirken Vöcklabruck und Grieskirchen leisten dabei Unterstützung.
• Bezirk Urfahr-Umgebung: in Goldwörth wurden am heutigen Tag aufgrund des immer noch steigenden Pegels der Donau weitere 112 Personen mittels Hubschrauber und Feuerwehrbooten aus eingeschlossenen Gebieten gerettet. In Ottensheim wurden die Dammsicherungsarbeiten am Rodldamm erfolgreich abgeschlossen. In Steyregg konnte ein Dammbruch durch Aufschüttungen verhindert werden. Ein auf dem Landweg nicht mehr erreichbares Wohnhaus wird durch Feuerwehrboote versorgt.
• Bezirk Eferding: Der Schwerpunkt der Tätigkeiten in den betroffenen Gebieten um Alkoven, Aschach, Fraham, Pupping, Haibach und Haizing liegt in der Evakuierung und Versorgung der Bevölkerung sowie Sicherungsmaßnahmen.
• Bezirk Rohrbach: Betroffen ist der Bereich Niederranna und Kramesau. Das Umspannwerk Ranna wurde in den Nachstunden gesichert, die Ortschaft Freizell ist nur mehr über einen Steg erreichbar. Die Donau ist in diesem Bereich mittlerweile leicht rückläufig, die Sicherungsarbeiten gehen über in erste Aufräumungsarbeiten.
• Bezirk Vöcklabruck: Die Verbindung zwischen Unterach und St. Lorenz ist nach wie vor unpassierbar, abgeschnittene Ortsteile werden von der Feuerwehr versorgt. Ein Hangrutsch in Frankenmarkt hat ein Wohnhaus beschädigt, ein Geologe und die Feuerwehr sind im Einsatz.
• Bezirke Braunau und Gmunden: die Lage hat sich entspannt, das Hochwasser ist rückläufig. Es laufen die ersten Aufräumungsarbeiten. Der Ebenseer Ortsteil Rindbach ist allerdings weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten, die Versorgung der Bevölkerung ist durch die Feuerwehr gesichert.
Für den morgigen Mittwoch 5.6.2013 wird der Einsatz von 24 Feuerwehren mit 250 Mann aus den Bezirken Vöcklabruck und Grieskirchen zur Unterstützung in Schärding vorbereitet. Weitere 600 Einsatzkräfte mit 60 Fahrzeugen und Pumpen zur oberösterreichweiten Unterstützung sind bereit gestellt.
