Brand

Stmk: Schwerverletzte Person bei Küchenbrand in Grazer Hochhauswohnung

Graz (Stmk): In einer Wohnung in der Hanuschgasse (Bezirk Lend) in Graz brach am Morgen des 13. August 2013 ein Brand aus. Die Brandursache wird derzeit ermittelt. Der Entstehungsbrand darf im Bereich der Küche vermutet werden.

Die Grazer Berufsfeuerwehr wurde um 03.55 Uhr zu einem Zimmerbrand in die Hanuschgasse alarmiert. Die betroffene Wohnung lag im 11. OG des Hochhauses. Beim Eintreffen der Feuerwehr war bereits eine starke Rauchentwicklung durch die Balkontüre erkennbar.

Die Berufsfeuerwehr Graz musste die Wohnungstüre gewaltsam öffnen. Die Wohnungsmieterin – eine 75jährige Pensionistin – wurde im Vorzimmer nicht ansprechbar liegend vorgefunden und sofort aus der Brandwohnung ins Stiegenhaus gerettet. Die Pensionistin erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und zog sich starke Brandverletzungen am Körper zu. Die Erstversorgung (Kühlung der Brandwunden) erfolgte durch die Berufsfeuerwehr Graz, die weitere Versorgung übernahm das Österreichische Rote Kreuz.

Beim Eindringen in die betroffene Wohnung stand die Küche bereits in Vollbrand. Der Löschangriff erfolgte unter schwerem Atemschutz, die Löschwasserversorgung über vorhandene Trockensteigleitung des Objektes.

Die Wohnung war sehr stark verraucht und wurde mittels Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht. Die Berufsfeuerwehr Graz stand unter der Einsatzleitung von Brandrat Ing. Dieter Pilat mit 6 Fahrzeugen und 23 Mann im Einsatz. Der Schaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.

Einsatzleiter Ing. Dieter Pilat: „Die brandschutztechnischen Einrichtungen im betroffenen Hochhaus entsprechen nicht dem Stand der Technik, nur durch den raschen und professionellen Einsatz der Berufsfeuerwehr Graz konnte ein weitaus höheres Schadensausmaß verhindert werden!“

Appell der Feuerwehr auf Rauchmelder:
Der heutige Brand in der Hanuschgasse zeigt, wie wichtig Rauchmelder sein können, so die Einsatzdirektoren der Grazer Berufsfeuerwehr, Oberbrandrat Ing. Karl Graßberger und Brandrat Ing. Dieter Pilat.

Rauchwarnmelder können keine Brände verhindern! Aber rechtzeitig davor warnen!
Bei Bränden entstehen für den Körper des Menschen sehr gefährliche Brand- und Rauchgase. Je früher Menschen auf einen beginnenden Brand aufmerksam werden, desto größer ist ihre Chance, unverletzt zu überleben. Der giftige Brandrauch kann Menschen bereits nach wenigen Atemzügen körperlich stark beeinträchtigen bzw. sogar zur Bewusstlosigkeit führen.
Rauchwarnmelder sind somit ideale und zuverlässige Lebensretter. Sie erkennen einen Brand schon im Frühstadium und warnen Menschen im Brandfall durch ein lautes, akustisches Signal.
Die Feuerwehr Graz rät in jedem Haushalt Rauchwarnmelder zu installieren. Zuverlässige Rauchmelder gibt es für jeden Bereich und jede Brieftasche.

Größere Personen- und Brandschäden können durch frühzeitige Verständigung der Feuerwehr vermieden werden. Gerade in Hochhäusern ist die Installation von automatischen Brandmeldeanlagen mit Alarmweiterleitung zur Notrufzentrale der Feuerwehr sinnvoll und empfehlenswert.

Berufsfeuerwehr Graz

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