Deutschland: Verpuffung bei Bauarbeiten in einem Kaufhaus
Düsseldorf (D): Am Donnerstagvormittag, den 15. August 2013, ist es bei Bauarbeiten in einem Kaufhaus auf der Schadowstraße zu einer Verpuffung gekommen. Ein Schwerverletzter wurde in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen. Ein weiterer Verletzter konnte nach einer Behandlung durch den Notarzt vor Ort entlassen werden.
Bei Umbauarbeiten im Untergeschoss des Kaufhauses wurde mit Lösungsmitteln und Grundierungsstoffen in einer Baugrube gearbeitet. Dabei entstanden brennbare Dämpfe, die aus bisher nicht geklärten Gründen zu einer Verpuffung führten. Die dabei entstandene Stichflamme verletzte den Arbeiter so schwer, dass er nach der Erstversorgung durch den städtischen Rettungsdienst mit dem Rettungshubschrauber in eine Duisburger Spezialklinik geflogen werden musste. Ein Mitarbeiter, der die Verpuffung miterlebte, erlitt einen Schock und wurde ebenfalls durch einen Notarzt vor Ort behandelt.
Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen lief bereits der hausinterne Evakuierungsalarm. Die meisten Kunden und Mitarbeiter hatten das Gebäude schon verlassen. „Als ich von der Verpuffung hörte, habe ich sofort den Alarmknopf gedrückt“, so die Sicherheitskoordinatorin des Kaufhauses. Der Feuerwehreinsatzleiter lobte die rasche Entscheidung der jungen Frau besonders und dankte Ihr dafür. Die Wehrmänner kontrollierten alle Etagen des Geschäftes und konnten bestätigen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhielten. Zwei Angriffstrupps unter Atemschutz, ausgestattet mit sensiblen Messgeräten und einer Schlauchleitung zum Eigenschutz, wurden ins Untergeschoss zum Brandort geschickt. Durch glückliche Umstände ist es durch die Stichflamme zu keinem Folgebrand gekommen. Die Messgeräte meldeten, dass keine explosionsfähigen Dämpfe mehr vorhanden waren. Vermutlich sind diese Dämpfe bei der Durchzündung alle verbrannt. Warum es zu der Verpuffung während den Arbeiten kam ist im Augenblick noch unklar. Dazu wurde direkt die Kriminalpolizei und seitens der Bezirksregierung die Abteilung für Arbeitssicherheit verständigt, die auch bereits vor Ort die Untersuchungen aufgenommen haben.
Die Feuerwehr war mit einem Löschzug, mehreren Sonderfahrzeugen und Kräften des Rettungsdienstes vor Ort. Nach circa 90 Minuten konnten die 35 Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen.
