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Deutschland: Großübung in Alsfeld: Gefahrgutunfall

Alsfeld (Deutschland): )Keine Vorbereitung auf eine bemannte Mars-Mission, sondern eine Übung der Feuerwehr Alsfeld fand am Sonntagmorgen, 18. August 2013, auf dem Gelände des Industrieparks Ost in Alsfeld statt. In astronautenähnlichen Schutzanzügen übten die Feuerwehrleute einen Gefahrgutunfall.

„Aus einem Lastwagen tropfen gefährliche Stoffe, Menschen sind in Gefahr und es brennt auch noch“, fasste Wehrführer Carsten Schmidt das zweistündige Übungsszenario zusammen. Nur er und Stadtbrandinspektor Michael Eilts wussten von der Übung, der Rest seiner Feuerwehrkameraden wurde von der Lage überrascht.

Die Gefahrgutschützer rückten mit einer wahren Armada von Fahrzeugen an: Löschfahrzeuge, Gerätewagen und weitere Spezialfahrzeuge der Feuerwehren Alsfeld, Eifa, Eudorf, Leusel, Lingelbach und des sogenannten GABC-Zugs des Vogelsbergkreises positionierten sich auf der Carl-Zeiss-Straße. Nach einer kurzen Lageerkundung rollten die Schläuche und die Lungenautomaten der Atemschutzgeräte „keuchten“. An vorderster Front kamen die Feuerwehrleute Benjamin Runkel und Jürgen Spahn zum Einsatz, sie drangen zu dem „ominösen“ Lastwagen vor.

Dieser verlor auf der Ladefläche aus mehreren Behältnissen offensichtlich gefährliche Flüssigkeiten, die sich in neongrüner und giftroter Farbe über die Straße ergossen. Unmittelbar neben dem Fahrzeug brannte die Böschung und inmitten der Szenerie lagen zwei verletzte Menschen in Puppenform.

In Sekundenschnelle legten die beiden Feuerwehrmänner ihre Prioritäten fest: Menschen retten, Feuer löschen und dann die Gefahrstoffe bekämpfen. Gute Fitness kam in den folgenden Momenten ans Tageslicht, trotz kilogrammschwerer Ausrüstung wurden die zentnerschweren Puppen in Windeseile aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die Flammen löschten die Feuerwehrleute mit einem Spezialgerät namens „HiCafs“, dieses erstickte den Brand mit einem Druckluftschaum.

Der aufwendigste Part der Übung zeigte sich in den undichten Gefahrstoffbehältern. In sogenannten Chemikalienschutzanzügen näherten sich die Übungskräfte den auslaufenden Gefahrstoffen. Mit Wannen, Kisten und Fässern versuchten sie die Flüssigkeiten aufzufangen, parallel wurde eine Pumpe in Stellung gebracht und Bindemittel ausgebracht. Der Kanaleinlauf der Straße wurde zudem abgedichtet.

Für die Koordination der 50 Übungskräfte sorgten die Einsatzleiter Daniel Schäfer und Matthias Schlitt, die von den Zugführern Mathis Kruse und Roland Klemm sowie Gruppenführer Manfred Dreßler unterstützt wurden. Stadtbrandinspektor Michael Eilts und Wehrführer Carsten Schmidt zeigten sich am Ende der Übung von der Leistung ihrer Kameraden sehr zufrieden. „Das lief alles fast wie am Schnürchen“, so Schmidt und Eilts.

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