Deutschland: Grubenunglück in Thüringen -> Drei Tote
Unterbreizbach/Kassel (D): Bei einem Grubenunglück in Südthüringen am 1. Oktober 2013 werden drei Bergleute in etwa 700 Metern Tiefe vermisst.
Update 20.00 Uhr: Drei Tote bei Grubenunglück in Thüringen
Die Grubenfeuerwehr suche nach ihnen, sagte ein Sprecher des Kali- und Steinsalzproduzenten K+S heute. Zunächst seien sieben Bergleute in der Grube in Unterbreizbach eingeschlossen gewesen. Vier von ihnen konnten inzwischen unverletzt gerettet werden, wie Sprecher Michael Wudonig sagte. Ursache sei vermutlich ein Gasausbruch nach einer Sprengung beim Kali-Abbau. Bei den Arbeiten sei zu Mittag Kohlendioxid freigesetzt worden und habe für eine starke Druckwelle gesorgt, die durch den Schacht und an die Oberfläche gedrungen sei. Wudonig sprach von einer enorm starken Druckwelle.
Die Bergwerke Unterbreizbach und Merkers in Thüringen sowie die überirdischen Schachtanlagen wurden geräumt. Betriebsfeuerwehren seien im Einsatz. Der Förderkorb, mit dem die Bergleute in und aus dem Schacht gelangen, arbeite noch. Kohlendioxid, das in den Kalisalzen eingeschlossen sein kann, habe sich bei der Sprengung „explosionsartig“ freigesetzt, hieß es. Verarbeitungsanlagen über Tage, wo es eine große Staubwolke zu sehen war, seien nicht zerstört worden. Für die Bewohner in der Umgebung bestehe keine Gefahr, sagte der Unternehmenssprecher.
Update 20.00 Uhr
Bei einem Grubenunglück in Thüringen sind drei Bergleute ums Leben gekommen. Das teilte das zuständige Unternehmen heute Abend mit.
Nach einer Gasexplosion in dem Kali-Bergwerk waren die drei Kumpel in 700 Meter Tiefe eingeschlossen. Vier Bergleute entkamen dem Unglück in der Grube Unterbreizbach nahezu unverletzt. Die Mine gehört dem Kali- und Steinsalzproduzenten K+S (Kassel). Die Explosion hatte sich nach Unternehmensangaben am Mittag beim Abbau von Kali-Salzen ereignet. Die Detonation beförderte eine gewaltige Staubwolke durch den Schacht an die Oberfläche.
Gefahr für den kleinen Ort Unterbreizbach mit seinen etwa 3.800 Einwohnern bestand nach Unternehmensangaben durch die Gasexplosion nicht. Die Region im Südwesten Thüringens nahe der Landesgrenze zu Hessen ist seit Jahrzehnten vom Kali-Bergbau geprägt.
ORF.at
