Ktn: Feuerwehrbezirk St. Veit/Glan im Übungseinsatz

St. Veit an der Glan (Ktn): Im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens „Seidelhof im Glantal“ kommt es bei einem Verkehrsunfall zum Austritt eines leicht brennbaren und gefährlichen Stoffes. Das umliegende Erdreich wird kontaminiert, der Glanfluss verunreinigt.
Dieses Szenario war am Samstag, dem 12. Oktober 2013 der Ausgangspunkt der großangelegten Einsatzübung der Feuerwehren des Bezirkes St. Veit/Glan.
Mit schweren Atemschutz und gasdichten sowie chemikalienbeständigen Vollschutzanzügen rückten die Feuerwehren Liebenfels, St. Veit/Glan, Hörzendorf, Brückl, Wieting und die Betriebsfeuerwehren TIAG und Donau Chemie mit Spezialausrüstung an, um den Gefahrstoffaustritt unter Kontrolle zu bringen und die entsprechenden Umpumparbeiten von ca. 14.000 Liter durchzuführen.

Da in der Übungsannahme die Verunreinigung des Glanfluss definiert war, wurden die Feuerwehren Althofen, Friesach, Klein St. Paul, Hüttenberg, Weitensfeld, Brückl, Straßburg sowie die Betriebsfeuerwehr Wietersdorf ebenso zum Einsatz gerufen, um mit insgesamt 8 Ölsperren den ausgelaufenen Gefahrstoff zu binden und die weitere Kontaminierung des Gewässers zu verhindern.
Im Bereich des Fußballstadions St. Veit/Glan wurden die 4 Feuerwehrboote aus Passering, St. Veit/Glan, Launsdorf und Friesach eingesetzt, um abgetriebene Gefahrgutbehälter flussabwärts bis zum Hallenbad aufzufinden und einzuholen. Zeitgleich wurde auch der Feuerwehr-Strahlenspürtrupp eingesetzt um radioaktives Material zu lokalisieren und zu bergen. Durch eine mobil eingerichtet Einsatzleitstelle welche durch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser, MSc und BFK-Stv. BR Heimo Haimburger und einem 15 Mann starken Team geführt wurde, erfolgte die Koordination aller Einsatzkräfte.
Nach Maßgabe der Lage wurden auch die behördlichen Vertreter der Bezirkshauptmannschaft St. Veit/Glan und des Landes Kärnten sowie Polizei und Rotes Kreuz in die Übungsabwicklung eingebunden und entsprechend informiert.
Vom perfekten Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte überzeugte sich bei einem Lokalaugenschein auch Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Dr. Peter Kaiser. In diesem Zusammenhang dankte der Landeshauptmann den Blauröcken für ihren unermüdlichen und unbezahlbaren Einsatz im Dienste der Allgemeinheit: „Ihr behütet und beschützt Leben und Güter der Menschen in Alltag, Arbeit und Freizeit. Diese Leistungen könnten kein Staat, kein Land und keine Gemeinde direkt bezahlen. Wir sind stolz auf unsere Feuerwehren.“

Beim abschließenden „Manöverresümee“ vor rund 200 Florianijünger und 25 Einheiten meldeten alle Bereichseinsatzleiter die perfekte Abwicklung der einzelnen Übungsszenarien. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser, MSc bekräftigte in seinen Schlussworten, dass „Freiwillige Hilfe während der Arbeitszeit“, ohne gleich die berufliche oder wirtschaftliche Existenz von Feuerwehrmitgliedern aber auch Unternehmen zu gefährden, in Zukunft nur dann gesichert ist, wenn die Landes- und Bundespolitik dieses Thema zur Sicherheit der Bevölkerung einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten zuführt.
