Ktn: Gefährliche Situationen bei Sägewerksgroßbrand in Glantschach
Glantschach bei Liebenfels (Ktn): In Glantschach bei Liebenfels ist Mittwochfrüh, 23. Oktober 2013, in einer Zimmerei ein Feuer ausgebrochen. Eine Wohnung, eine Halle und ein Wald wurden vor einem Übergreifen der Flammen gerettet, es war ein riskanter Einsatz für die Feuerwehren.
Kurz vor 4.00 Uhr wurde die Feuerwehr gerufen, das Sägewerk stand bereits in Vollbrand. Die Feuerwehren Liebenfels, Sörg, Zweikirchen und St. Veit wurden alarmiert. Dazu wurden angesichts der Lage noch Hörzendorf-Projern, Treffelsdorf, Glanegg-Maria Feicht und St. Urban angefordert. Das Dach der beiden Hallen war bei Eintreffen der Helfer schon fast zur Gänze eingestürzt.
Eine fünfköpfige Familie, die in einem Haus neben dem Sägerwerk wohnt, brachte sich und ihre Haustiere in Sicherheit. Nicht nur ihr Haus, sondern auch ein angrenzender Wald war in Gefahr. Die Feuerwehr konnte Wald, Haus und eine weitere Halle retten.
Riskante Situationen für Feuerwehrleute
Es war für die Feuerwehren ein riskanter Einsatz. Ein Feuerwehrmann konnte gerade noch rechtzeitig zur Seite springen, als ein Teil der Hallenwand nach außen stürzte, meldete die FF St. Veit. Ein Angriffstrupp wurde von einem explodierenden Lackfass nur knapp verfehlt. Die Hitzeentwicklung war so enorm, dass sogar Straßenleitpflöcke in 30 Metern Entfernung zu schmelzen begannen. Einsatzleiter Hubert Galler sagte, dass wegen Gasflaschen, Farben sowie Nitrolacken, die sich in der Zimmerei befanden, kurze Zeit Explosionsgefahr bestand. Die Nachlöscharbeiten könnten noch den ganzen Tag dauern. Die Brandursache steht noch nicht fest.
