Brand

Bayern: Acht Personen in München über Drehleiter gerettet & Dachstuhlbrand

München (Bayern): Gleich mehrere Notrufe gingen am Abend des 22. Dezember 2013 von Bewohnern eines Mehrfamilienhauses aus der Pasinger Gräfstraße bei der Leitstelle der Feuerwehr München ein.

Nach Auskunft der Mitteiler sei ihre Wohnung extrem verraucht und der Fluchtweg durch das Treppenhaus schon unpassierbar, sodass sie sich auf den Balkon geflüchtet hätten. Ein Großaufgebot der Feuerwehr wurde alarmiert. Sofort brachten die ersten Einsatzkräfte eine Drehleiter in Stellung und retteten die Bewohner von ihren Balkonen.

Zeitgleich gingen mehrere Trupps unter Atemschutz ins Gebäude vor, durchsuchten alle Stockwerke und brachten einige, in ihren Wohnungen verbliebene Bewohner mit Fluchthauben ins Freie. Sieben der Geretteten hatten Rauchvergiftungen erlitten und mussten notärztlich versorgt und dann in verschiedene Kliniken transportiert werden.

Weitere Trupps waren zwischenzeitlich zur Brandbekämpfung in den Keller vorgedrungen und hatten das, in einem Kellerabteil wütende Feuer schnell unter Kontrolle. Erst nach Abschluss der Rettungs- und Löscharbeiten war das gesamte Ausmaß des Schadens sichtbar. Die elektrische Installation und die Heizungsanlage waren schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Somit musste das Gebäude vom Netz getrennt werden und ist derzeit stromlos. Ebenso wurde die Gasversorgung gekappt.

Damit besteht derzeit keine Möglichkeit das Gebäude zu beheizen. Nachdem klar war, dass die Wohnungen unbewohnbar bleiben, kümmerten sich die Bewohner größtenteils selbst um Unterschlupf, fast alle kamen bei Bekannten oder Verwandten unter. Ob sie bis zum Heiligen Abend zurückkehren können ist derzeit noch unklar. Der Sachschaden wird auf circa 100.000 Euro geschätzt.

Dachstuhlbrand:
Nur wenige Minuten nach dem Einsatz in Pasing liefen wieder die Telefone in der Integrierten Leitstelle München heiß. Ein Brand auf der Terrasse eines Reihenhauses griff über die Hausfassade auf das Dach über. Der Hausbesitzer versuchte noch vergebens das Feuer mit einem Gartenschlauch zu bekämpfen. Dabei zog er sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu und wurde in eine Klinik transportiert. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten das Feuer mit drei C-Rohren über tragbare Leitern ab. Dazu mussten die betroffenen Dachflächen geöffnet werden, da sich der Brand in der Aufdachisolierung schnell ausgebreitet hatte. Der Sachschaden wird auf mindestens 70.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ursachenermittlung aufgenommen.

Berufsfeuerwehr Muenchen

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