Nö: 41.000 Stunden freiwillige Leistungen für die Bevölkerung
St. Pölten (Nö): Am 8. März 2014 fand die Mitgliederversammlung im 147-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt statt.
Betrachtet man die Statistik des Jahres 2013 kann wieder von einem arbeitsintensiven Jahr für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-Stadt, einer größten freiwilligen Wehren in Österreich, gesprochen werden.
Am deutlichsten zeigen dies die beachtlichen 1.173 Einsätze, wobei hier die tragische Massenkarambolage auf der Westautobahn und das 200 jährige Hochwasser auf der Donau besonders erwähnenswert sind. Neben den vielen Hilfeleistungen im Hochwassereinsatz und nach zahlreichen Unfällen auf der Westautobahn oder einigen größeren Bränden, wie z. B. dem Brand einer Schlosserei in Wilhelmsburg und den Fahrzeugbränden nach dem versuchten Überfall eins Geldtransporters auf der A1, bleiben diese Einsätze in steter Erinnerung.
Um den gestellten Herausforderungen im Einsatzfall rasch Herr zu werden, ist eine stete fundierte Ausbildung der Feuerwehrmitglieder notwendig. 2013 wurden alleine an Ausbildung nahezu 6.000 Stunden an zahlreichen Ausbildungs- und Seminartagen investiert.
2013 stand in der Feuerwehr St. Pölten-Stadt wieder ganz im Zeichen der Modernisierung. Neben dem Ankauf eines neuen Hubstaplers (Toyota Tonero) wurden auch weitere Messgeräte (Kohlenmonixid-Warngeräte) sowie eine Abdeckhaube für das Schwimmbad im Freizeitgelände angeschafft. Die Freizeiteinrichtungen in der Zentrale stellen einerseits einen Teil der Anerkennung für die freiwilligen Leistungen aller Mitglieder dar, sind aber auch für die Einsatzbereitschaft in den Sommermonaten von großer Bedeutung.

Stadtrat Mag. Johann Rankl (in Vertretung des Bürgermeisters Stadler) zeigte sich beeindruckt von den tausenden Stunden an ehrenamtlicher Leistung der Stadtfeuerwehrmitglieder und würdigte das Engagement und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr St. Pölten-Stadt mit Dankesworten für das geleistete vergangene Jahr, vor allem bei der Hochwasserkatastrophe und der Hilfe bei der Eiskatastrophe in Slowenien.
Feuerwehrkommandant Landesbranddirektor Dietmar Fahrafellner konnte in seiner Ansprache mit Stolz zeigen, dass auch in Krisenzeiten – sei es im wirtschaftlichen Bereich oder im Katastrophenfall – das System der schlagkräftigen Freiwilligen Feuerwehr sehr gut funktioniert. Aus diesem Grund wird es für die kommenden Jahre wichtig sein, stets auf die Mitgliederwerbung und die stete Verstärkung des freiwilligen Feuerwehrwesens zu achten. Dies wird auch ein Ziel der Feuerwehr St. Pölten-Stadt sein, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und neue Mitglieder für die Feuerwehr zu bewerben. Eine gute Gelegenheit wird der Tag der offenen Türe am 10. Mai 2014 sein.
In seiner Zielsetzung 2014 konnte Feuerwehrkommandant LBD Fahrafellner neben der diesjährigen Anschaffung des neuen City-HLF (Hilfeleistungsfahrzeug) auch die Indienststellung eines neuen Teleskopladers in der Feuerwehr St. Pölten-Stadt in Aussicht stellen. Seitens des Landesfeuerwehrverbandes wird auch die die Anschaffung eines Werkstättenfahrzeuges für Großeinsätze geplant.
Am Ausbildungssektor wird die Großbaustelle des Pummersdorfer Tunnels und weitere Großübungen in den Tunnelanlagen der Tunnelkette Perschlingtal ein Schwerpunkt sein. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Zukunft der Feuerwehralarmzentralen sein – hier hat LBD Fahrafellner bereits beim Amtsantritt als Landesfeuerwehrkommandant klar gemacht, alle Bezirks- und Bereichsalarmzentralen erhalten zu wollen. Derzeit läuft die Erstellung einer rechtlich geprüften Ausschreibung, wo VI Ing. Michael Pulker voll integriert ist, wo es auch um die Übernahme des Pagernetzes – welches derzeit noch in Besitz von Notruf 144 NÖ ist, gehen wird.
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