W: Rauchfänge stürzen auf Hausdach
Wien (W): Zu unzähligen sturmbedingten Einsätzen wurde die Berufsfeuerwehr Wien am 16. März 2014 gerufen. bis in die Nachmittagsstunden mussten 400 Sturmeinsätze abgearbeitet werden.
Bei einem Wohnhaus in Wien-Favoriten wird derzeit ein Dachgeschoßausbau durchgeführt und dazu wurde der gesamte Dachstuhl entfernt. Die nun freistehenden gemauerten Rauchfanggruppen ragen etwa fünf Meter über die oberste Geschoßdecke hinaus. Obwohl von der ausführenden Baufirma Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden, stürzten die beiden äußeren Rauchfanggruppen aufgrund des stürmischen Windes um.

Dabei fielen auch Ziegel auf die Straße, was von Passanten bemerkt wurde, welche die Berufsfeuerwehr Wien verständigten. Eine erste Erkundung durch die Feuerwehr gemeinsam mit dem Permanenzingenieur ergab, dass im Bereich der umgestürzten Rauchfänge die zulässige Deckenbelastung überschritten war und auch die vier noch stehenden Rauchfanggruppen einsturzgefährdet waren. Ebenso wurden auch mehrere Rauchfangaufsätze des Nebenhauses schwer beschädigt.

Durch die Beschädigungen war es notwendig für einige Wohnungen ein Heizverbot zu verhängen um eine weitere Gefährdung durch mangelnden Abzug zu verhindern. Für die Räumlichkeiten unter den umgestürzten Rauchfängen wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen und begonnen die Deckenbelastung durch Verteilen des Schutts zu reduzieren

den vier noch stehenden Gruppen waren umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Dazu wurden Pölzungen aus Holz hergestellt, was ein Umfallen der Rauchfänge zuverlässig verhindert. Die notwendigen Arbeiten dauerten mehrere Stunden; verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Vorläufige Einsatzbilanz der Berufsfeuerwehr Wien
Gestern, Samstag, gab es sturmbedingt etwa 100 Einsätze mehr als an einem durchschnittlichen Tag. Heute war es aufgrund des noch stärker auffrischenden Sturmes erforderlich „Erhöhte Einsatzbereitschaft“ für die Berufsfeuerwehr Wien auszurufen. Bis Sonntag 15.00 Uhr konnten so 400 weitere, zusätzliche Sturmeinsätze abgearbeitet werden. Haupteinsatzarten waren umgestürzte Baustellengitter, abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume und andere lose Bauteile. Während der Sturmeinsätze gab es bis dato keine verletzten Einsatzkräfte.
