Wien: Selbstmord als Ursache für Explosion mit Hauseinsturz wahrscheinlich
Wien: Der Suizid eines 19-jährigen Bewohners dürfte die Ursache für die Explosion und den Einsturz eines Hauses in der Mariahilfer Straße am Samstag, 26. April 2014, gewesen sein. 13 Personen wurden verletzt. Zwei davon liegen noch auf der Intensivstation.
„Bei seiner Auffindung hatte er auch ein Feuerzeug noch in seiner Hand gehabt“, schilderte Polizeisprecherin Adina Mircioane Sonntagfrüh die Ergebnisse der Ermittlungen. Es seien Hinweise darauf bekannt geworden, dass der 19-Jährige, der kurz nach seiner Bergung aus den Trümmern starb, nicht mehr leben habe wollen. Er hat sich laut Polizei auch via Facebook bei einigen Freunden gemeldet und gemeint, dass sein letzter Tag gekommen sei und die Freunde würden das bald sehen. Grund für den Selbstmord sollen private Probleme des Mannes gewesen sein. Es ließe sich durch Manipulationen an einem Gasherd darauf schließen, dass die Explosion in dem Haus absichtlich ausgelöst wurde.
Schwerer verletzt als ursprünglich angenommen ist nach Angaben von Andrea Danmayr vom Krankenanstaltenverbund jene 48-Jährige, die die Feuerwehr rund acht Stunden nach der Explosion aus den Trümmern holte. Sie ist demnach eine von zwei Verletzten, die sich auf der Intensivstation befinden. „Beide sind stabil, es besteht keine akute Lebensgefahr“, so Danmayr. Eine dritte Person befinde sich ebenfalls noch im Spital. Insgesamt wurden durch Explosion und teilweisen Einsturz des Hauses 13 Personen verletzt. Zehn konnten die Krankenhäuser schon am Samstag wieder verlassen.
Das Haus in der Mariahilfer Straße 182 war am Samstag um 10.10 Uhr teilweise eingestürzt. Augenzeugen sprachen von einer Explosion, die voranging. Dichte Staubwolken verhüllten die Szenerie. Ein 19-Jähriger kam ums Leben. Eine 48-Jährige wurde acht Stunden nach dem Unglück verletzt, aber lebend aus den Trümmern geborgen.
Feuerwehr bereitet Abtragen des Daches vor: Die äußere Mariahilfer Straße war am Sonntag weiter von der Grenzgasse bis zur Rustengasse gesperrt. Da das Eckhaus auch an der Seite beschädigt ist, ist die Denglergasse in einem kurzen Abschnitt ebenfalls gesperrt. „Wir haben in der ersten Nachthälfte die Außenmauer Richtung Denglergasse gesichert“, sagte Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf. In der zweiten Nachthälfte seien Dachziegel abgeräumt worden. Die Feuerwehr führt an dem Haus auch weitere Sicherungsmaßnahmen durch. So müssen etwa Dachbalken zerkleinert werden. Diese rbeiten sind notwendig, um die Reste des Daches abtragen zu können. Das war für den Sonntag geplant. Wien lange die Mariahilfer Straße gesperrt bleibt, war Sonntagvormittag noch unklar. Von der Sperre sind auch die Straßenbahnlinien 52 und 58 betroffen.
